Kieselblog

Flusskiesels Tagebuch

2026-03-30 Montag

Nacht

Mittelschlechte Nacht, für einen Sonntag aber nicht schlecht. Der volle Bauch rumpelt.

Traum von Bukarest

Mir träumt, ich bin nach Bukarest verreist. Ich fahre mit einem Bus in Richtung Hotel. Da ich mich nicht auskenne und auch kein rumänisch spreche, bin ich sehr unsicher, ob ich richtig bin. Doch die Karten-App auf dem Smartphone zeigt mir an, dass ich mich in die richtige Richtung bewege. Als ich aussteige, treffe ich endlich auf AS und CP, die ebenfalls nach Bukarest gekommen sind. Wir gehen in eine öffentliche Badeanstalt, weil CP sich frisch machen will. AS kennt so etwas nicht und ich erzähle ihm, dass es so etwas früher auch im Keller meiner Grundschule gegeben hat. Man konnte dort samstags für ein paar Pfennige ein warmes Bad nehmen.

Ein paar Männer baden und ich ziehe mich um. Es gibt auch Schließfächer, was AS aus irgendeinem Grund albern findet. Ich jedoch meine, dass wenn man einen Laptop im Wert von 2.500,- Euro dabei hat, man den beim Baden doch lieber eingeschlossen haben will. CP findet es nicht gut, dass wir hier in Rumänien von so hohen Geldbeträgen reden. Eben!

Ein junger Mann spricht uns auf deutsch an. Er trägt eine Robe und hat wohl gerade gebadet. Er wünscht sich für einen anstehenden Termin gedrückte Daumen. Ich frage den jungen Mann, ob es sich um ein Date handelt und er nickt lächelnd. Da lege ich meine Handflächen aufeinander und verbeuge mich vor ihm. Ich wünsche ihm alles Gute!

Morgen

Ich wache gegen viertel nach vier Uhr auf, da es aber uhrenumstellungsbedingt erst viertel nach drei Uhr ist, bleibe ich bis zum Wecker um fünf Uhr liegen. Dabei döse ich immer wieder ein, schlafe jedoch nicht wirklich.

Um fünf Uhr komme ich dann ganz gut aus den Federn.

Wie erwartet, erkennt mich die Waage nicht wieder. Ich habe irgendwas über 98 kg. Das Frühstück fällt aus, denn ich habe eh keinen Hunger.

Draußen ist viel Regen angesagt und ich erwische ein kleines Fenster zwischen den Schauern, um zum Bahnhof zu laufen.

Dort bekomme ich noch den RE11. Dazu muss ich ein Stück den langen duisburger Bahnsteig entlang rennen und freue mich wieder einmal darüber, dass ich abgenommen habe. Sonst hätte ich einen anderen Zug nehmen müssen.

Arbeitstag

Ich blocke alle Stressversuche ab, denn ich spüre, dass die innere Erschöpfung noch immer da ist. Keine Energie für Spielchen, Abgrenzung ist gefragt. Das klappt aber ganz gut. Für eine Recherche darf ich mal doch wieder in Büchern aus Papier blättern. Das kommt nur noch höchst selten vor und es entspannt ganz wunderbar.

Mittagssonne

Am Morgen geht es noch nicht ganz so gut. Tränen am Rheinufer. Dann, beim Mittagsspaziergang am Medienhafen, höre ich das Lied “Oh Yeah!” von Roxy Music. Da möchte ich doch glatt mitsingen. Die Sonne kommt raus. Ein junger Mann in Hosenträgern räumt gerade Tische nach draußen. Er blinzelt mich gegen die Sonne an. Als er erkennt, dass ich gerade stumm singe, lächelt er. Ein kurzer Moment der Wärme.

Musik zur eigenen Beerdigung

Jetzt weiß ich, welches Lied dereinst bei meiner Beerdigung gespielt werden soll:

„Into The West“ von Annie Lennox.

Kino

Gefühlt geht gerade die Hälfte meines RSS-Feeds in den Film “Der Astronaut – Project Hail Mary” und da buche ich mir ganz spontan ein Ticket für die Vorstellung am Mittwochnachmittag.

Waschmaschinenfrage, Ofenantwort

Der Thronfolger erzählt per Messenger, dass er den neuen Ofen laut seinem Vermieter eine halbe Stunde lang heizen soll. Er möchte wissen, warum man das macht. Ich denke, ich antworte darauf klug und finde es gut, dass mein Sohn gerne noch seine Eltern wegen Dingen fragt, anstatt einfach ein Sprachmodell zu fragen.

Noch immer habe ich Schwiegeromis Waschmaschine im Keller stehen und mir fällt nicht ein, wie ich das Teil vernünftig nach Bremen bekommen soll. Ich könnte mir ein Auto mieten, aber ich habe seit 10 Jahren kein Kraftfahrzeug mehr gesteuert und hätte ernsthaft panische Angst davor, mich hinter ein Lenkrad zu setzen.

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