Kieselblog

Flusskiesels Tagebuch

2026-04-05 Sonntag

Nacht

Unruhige Nacht. Jemand bölkt auf der Straße herum. Ohrenstöpsel helfen. Also: Mir. Nicht dem Mann auf der Straße.

Dämonischer Trum

Mir träumt, ich bin ein Dämon aus einem Stamm von Dämonen. Gemeinsam mit einem kleinen Reich stellen wir dem großen Imperium eine Falle. Als sich das Imperium nämlich noch weiter ausbreiten will, versteckt sich das kleine Reich in einem Spiegel und als das Imperium dort seine Soldaten hineinschickt, zerbrechen wir den Spiegel. Dann jagen wir die Krieger des Imperiums. Ich bin voller wilder Freude. Als sich das Imperium zurückzieht, verkleide ich mich als einer von ihnen, um in ihr Lager zu kommen.

Doch ein Bürger des kleinen Reiches mag nicht mit mir mitgehen, weil er mich ja für einen Imperialen hält. Ich werde wütend und zwinge ihn, den ganzen Krug Bier austrinken, den er dabei hat. Er kann zwar nichts für die ganze Situation, aber ich bin nun mal ein Dämon.

Morgen

Ich stehe zermatscht gegen halb acht Uhr auf. Nach dem Kraftfutter zum Frühstück esse ich gekochte Eier, denn es ist ja Ostern.

Kaffee, Äbhängen, Müdigkeit.

Wieder ein müder Tag

Ich schlafe viel im Schwingsessel, werde immer vom eigenen Schnarchen geweckt. Die erste Fliege des Jahres nervt. Ich klatsche sie sanft bette sie im Blumenerdekübel zur ewigen Ruhe.

Die Meditation am Nachmittag tut dem unruhigen Geist wohl. Dann setze ich mich doch endlich an den Roman.

Um mich zu motivieren, probiere ich etwas Neues aus: Nach der Überarbeitung von einer oder zwei Szenen spiele ich eine halbe Stunde (Timer gestellt!) Carrier Command 2. Da man bei dem Spiel wirklich jederzeit abspeichern kann und es eh recht langsam vonstatten geht (ich hätte jetzt fast Pace geschrieben), klappt das super. Ich kann seltsamerweise auch wieder gut geistig auf den Roman umschwenken. Allerdings muss ich aufpassen nicht ständig Drohnen und Amphibienpanzer in den Text einzubauen (kleiner Scherz).

Abend

Abends dusche ich mich und kuschele mich im Nicki-Schlafanzug (darf ich in meinem Alter ironiefrei tragen) im Schwingsessel in die weiche Decke und lese erst diese wunderbare Artikelserie über die Phalanx zu Ende, dann weiter im Roman „Der Nachtwächter“ von Louise Erdrich. Auch oder vielleicht gerade weil das Thema des Buches so überhaupt nichts mit meinen sonstigen Themen zu tun hat, nimmt es mich ein. Ich mag die intensive Schilderung der Situationen, der Atmosphäre.

Zeitig zu Bett.

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