Nacht
Ziemlich schlechte Nacht. Erst liege ich auf dem Rücken, dann auf der einen Seite, dann auf der anderen Seite. Seitdem ich so viel Fett verloren habe, tut es mir weh, wenn meine Knie aufeinander liegen. Doch am meisten weht mir das Herz. Die Ferne ist so weit.
Traum von der Theater-AG
Mir träumt, ich wohne mit vielen Menschen in einem großen Haus. Einige spielen das Stück der Wandelelfen nach: Drei Freunde entdecken, dass sie sich gegenseitig umbringen müssen, um für eine gewisse Zeit zu Elfen zu werden. Nach Ablauf dieser Zeit erwachen sie wieder zum Leben. Als ich in den Probenraum komme, liegt einer von ihnen mit einem Dolch in der Brust auf dem Bett, einem anderen wurde der Schädel eingeschlagen. Dennoch sprechen die beiden in gestelzter Sprache. Es sind die Elfen, die ich da hören kann. Sie verabreden sich für die kommende Nacht: Wenn dann alle drei Freunde tot sind, werden sie es für immer bleiben und der Elf ist in einer Person vereint und frei.
Ich gehe in den Hof, wo gerade etwas aufgebaut wird. Spontan helfe ich mit. Glasscheiben gleiten eine Rampe hinab. Ich fange sie unten auf und verankere sie. Das bringt mir die mürrische Anerkennung der Requisiteure ein. Wir unterhalten uns über die Verdauung. Ich erzähle, dass mein Stuhl nach reichlichem polnischen Essen doch arg stinken würde.
Nun fällt mir auf, dass ich Hunger habe und ich gehe rein. In der Küche am Kühlschrank stehend, werde ich von einer blonden Frau ermahnt, dass ich in diesem Trakt des Hauses ja nichts zu suchen hätte. Ich zeige auf den polnischen Käse und sie versteht, dass ich sehr wohl das Recht auf die entsprechenden Nahrungsmittel habe. Kurz darauf verlasse ich den Kühlschrank mit beiden Armen voller Essen, darunter den berühmten polnischen Käse „Linziger“.
Doch vor dem Essen muss ich mal auf die Toilette. Leider sind gerade alle Klos im Haus besetzt oder sie haben keine Tür.
Morgen
Der Wecker weckt um vier Uhr, aber ich snooze zweimal bis fünf, denn ich bin nach der schlechten Nacht total fertig. Dann treibt mich der Hunger aus dem Bett, denn ich habe ja zum letzten Mal am Vortag gegen zehn Uhr gegessen.
Die Waage zeigt 95,4 kg und damit ist der Wert fast wieder an seinem Tiefpunkt (95,2 kg) aus der Monatsmitte angekommen. Vielleicht habe ich mein Plateau bei 96 kg ja langsam überwunden. Dass ich an Silvester Pommes, Chorizo und Dubai-Schokolade essen werde, ignoriere ich mal und will versuchen, nicht „vor-zufasten“.
Die Dubai-Schokolade habe ich übrigens spontan gekauft. Ich habe noch nie welche gegessen und bin schon ein bisschen neugierig, wie die so schmeckt.
Das Kraftfutter ist heute mal wieder mit Weintrauben. Es bleibt mir erstaunlich lange im Magen. Vielleicht deswegen, weil der Magen so lange leer war? Es ist nicht unangenehm.
Arbeitstag
Ein lahmer, müder Arbeitstag im Homeoffice. Das Jahr könnte jetzt mal langsam vorübergehen.
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