Kieselblog

Flusskiesels Tagebuch

2026-01-02 Freitag

Nacht, Guinness-Traum

Sehr unruhige Nacht. Die Träume purzeln wild durcheinander. In einem davon träumt mir, dass ich in einem Irish Pub zwei Guinness trinke. Dann gehe ich nach Hause und überlege, mir noch ein „Fuß-Pils“ zu kaufen für den Heimweg. Ich denke darüber nach, ob es nicht doch funktionieren könnte, ab und an Alkohol zu trinken. Irgendwie kann ich mich aber nicht für einen Kiosk entscheiden. Auf dem Markt gibt es einen edlen Bierstand, aber der Markt schließt bald und ich möchte mich beim Trinken nicht hetzen. Außerdem muss ich mal auf das Klo. Also gehe ich doch direkt nach Hause.

Morgen

Ich komme schlecht aus dem Bett. Ich glaube, die Heizung ist zu hoch eingestellt. Mehrmals wache ich mit einem leichten Schweißfilm auf der Haut auf.

Verdauung

Die Verdauung scheint sich langsam zu normalisieren. Das Gewicht geht von absurden 99 kg runter auf 97,0 kg. Die Nieren scheiden also überschüssiges Salz und Wasser nach und nach aus. Dass ich mal so viel Fett zu mir nehmen könnte, dass die Gallenblase zickt, hätte ich auch nie gedacht, aber immerhin habe ich wieder etwas gelernt. Das nächste Mal esse ich einfach eine Pizza und gut ist. Oder ich koche mir was Gutes lieber selber.

Schnee

Auf dem Weg zur Arbeit schneit es. Es taumeln dicke Flocken vom Himmel. Am Flughafen ist der Bahnsteig mit einem dicken Flaum bedeckt. Ich würde mich gerne mehr darüber freuen.

Sicht

Auf dem Dienstgebäude Haroldstraße 4 steht ganz oben SICHT geschrieben. Da muss jemand in das Hochhaus eingebrochen und bis ganz nach oben gelaufen sein (oder kann man da auch nachts den Aufzug nehmen ohne dass jemand das merkt?). Ich frage mich nur, was das zu bedeuten hat. Heißt es wirklich „SICHT“ oder etwa „51CHT“? Das wäre allerdings auch nicht klarer.

Schneematschgefühle

In der Mittagspause matscht der schmelzende Schnee unter meinen Sohlen. Ein Wind beißt kalt die Hände. Tapfer schreite ich aus, doch immer ist da in mir die Angst vor dem Ausglitschen da.

Doch das Herz singt gegen die Kälte an. Manchmal ist ein Lächeln im richtigen Augenblick wärmer als jede Sommersonne. Manchmal möchte ich einfach nur Strahlen.

Abends Futurama

Daheim ist der Thronfolger schon da (er hat ja einen Schlüssel für meine Wohnung). Gemeinsam mit ihm gehe ich weiter den Kleiderschrank durch, denn ich möchte überprüfen, ob ich noch ein passendes Hemd für die Beerdigung habe und ob welche von den Hemden, welche mir zu groß sind, vielleicht dem Thronfolger passen. Ein weißes Hemd passt ihm und er packt es ein. Viele Hemden und auch drei Stoffhosen wandern in den Altkleidersack. Allerdings habe ich auch ein weißes und ein schwarzes Hemd für die Beerdigung sowie zwei Hemden, die ich noch gut auf der Arbeit anziehen kann.

Später schauen wir ein paar Folgen der ersten Staffeln von Futurama. Die Serie gefällt uns gut: Der Humor ist bissig, aber auch irgendwie harmlos.

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