Nacht, Motchi-Traum
Mittelgute Nacht.
Mir träumt, ich gehe in den Asia-Supermarkt, um Motchis zu kaufen. Hier finde ich überraschend welche von der Firma Royal Family in den Sorten „Dark Chocolate“ und „Creme“. Als ich die Süßspeisen bezahlen möchte, weist mich die junge Asiatin an der Kasse darauf hin, dass es noch viel bessere Motchis zu kaufen gäbe. Sie ruft eine Kollegin, die mir die Stelle zeigt, an denen die besonders guten Motchis liegen. Die ebenfalls junge Dame führt mich in die Ecke mit dem Friseurstuhl. Eine dritte Frau kommt dazu und übergibt mir zwei türmchenartige Verpackungen mit den Motchis. Außerdem drückt sie mir drei Euro in die Hand. Ich bin verwirrt. Die Frau erklärt mir, dass sie sich bei mir für die Hilfe bei der Renovierung bedanken wolle. Ich kläre das Missverständnis auf und gebe die drei Euro zurück. Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, ob die Frau mich wirklich verstanden hat.
Später muss ich ins Homeoffice. Dazu fahre ich mit dem Bus in die Außenbezirke der Stadt. Ungefähr zehn Minuten Fußweg von der Bushaltestelle entfernt ist ein Haus mit einer Garage. Auf dem Dach der Garage ist eine Terrasse und dort ist mein Homeoffice-Arbeitsplatz. Ich bin ein wenig spät dran und außerdem habe ich Schwierigkeiten mit dem Anschließen der ganzen Kabel. Lustlos bin ich auch.
Waldspaziergang

Der Stadtwald ist ein Winterwunderwald. In den kahlen Büschen hängen Schnellbällchen wie Baumwollpuschel. Der Schnee unter den Sohlen knarzt leise. Es sind durchaus einige Menschen unterwegs. Hunde schauen wie Kinder. Die weiße Pracht ist ihnen wohl neu.
Auf dem Rückweg kaufe ich bei „Copenhagen Coffee Lab“ Brötchen, die schon fast schmerzhaft gesund aussehen.
Mittagessen
Ich esse spontan zwei der leckeren gesunden Brötchen. Dann noch zwei Portionen Wirsing-Gemüse mit Nudeln und Sucuk. Danach ist der Bauch voll und ich mache einen Mittagsschlaf. Die Stimmung sinkt. Ich fühle mich traurig und schlapp. Nach dem Schläfchen räume ich die Küche auf und backe Brot. Dabei versuche ich, mich mit Kaffee wieder wach zu bekommen (es ist noch welcher vom Morgen in der Kanne).
Du
Dein zartiges Lächeln
hat mein Herz gebrochen
Das Strahlen Deiner Augen
hat meine Seele geheilt
Ausgewählt!
Ich lese die Kurzgeschichtensammlung „Ausgewählt!“ von Falko Löffler zu Ende. Die meisten seiner phantastischen Geschichten gefallen mir sehr gut. Sie werfen einige interessante Fragen auf: Warum landen Außerirdische eigentlich immer in den USA? Wenn die Menschheit einen Krieg beginnt – ist man als Wissenschaftler:in ethisch dazu verpflichtet, der eigenen Art zu helfen?
(Disclaimer: Falko und ich kennen uns persönlich)
Waldspaziergang 2
Ich beruhige meine Nerven mit einem zweiten Waldspaziergang. Es ist schön zuzusehen, wie sich langsam die Dunkelheit zwischen die kahlen Äste senkt und der Schnee noch das letzte Licht des Tages verstärkt. Wer weiß, wie viel Schnee ich in meinem Leben noch zu sehen bekomme?
Schreiben in der UB
Nach dem Spaziergang gehe ich zum Schreiben in die UB. Ich muss und möchte bis Mitte nächste Woche noch einen kurzen Sketch für eine alternative Karnevalssitzung schreiben. Der Haupteingang der UB Duisburg ist schon seit geraumer Zeit kaputt, aber man kann ja den Nebeneingang nehmen. Der Aufzug ist auch kaputt, aber ich nehme ja eh die Treppe. In der 4. Etage ist das Herrnklo auch kaputt und so langsam habe ich das Gefühl, dass immer und überall alles kaputt ist. Während alles um uns herum zerfällt, sitzen die Verantwortlichen in ihren Laberrunden und diskutieren über die Frage, ob ein Logo „franselig“ oder ob ein Briefbogen „optisch gerade“ ist. Das habe ich selber schon erlebt.
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