Kieselblog

Flusskiesels Tagebuch

2026-01-09 Freitag

Nacht, Traum von der Tschechienreise

Recht gute Nacht. Der Zahn lässt mich halbwegs in Ruhe.

Mir träumt, ich verreise mit Freunden nach Tschechien. Wir nächtigen in einem großen Hotel in Prag. Es ist hier ein wenig anstrengend, weil hier viele junge Leute sind, die nur zum Saufen nach Prag kommen. Morgens treffen wir auf dem Weg zum Frühstückssaal auf zwei der Mitreisenden, die schon betrunken sind. Weil die uns unbedingt zum Mitsaufen animieren wollen, verstecken wir uns. Einer legt sich sogar wie tot auf den Fußboden. Im Saal stehen ein paar Pferde, hinter denen ich mich weg ducke, während die Besoffenen lachend auf dem sitzen und auf dem Po herumrutschen. Eines der Pferde beginnt, mich abzuschlabbern und ich küsse dafür seine Nüstern. Immerhin werde ich nicht entdeckt.

Wieder zurück auf dem Zimmer muss ich mal auf die Toilette, doch die wird gerade gereinigt. Also gehe ich runter zum Klo beim Frühstückssaal. Das ist komplett aus Stahl wegen der vielen Betrunkenen und es gibt noch nicht einmal eine Klobrille. An dem Klodeckel hängt ein Zettel, auf dem auf Deutsch geschrieben steht, dass man sich nicht zu fürchten brauche, denn wenn man sich nur niedrig genug hinhocken würde, könne nichts daneben gehen. Fluchtartig verlasse ich die enge Zelle. Auf dem Gang, wo das Hotelzimmer ist, befindet sich auch noch eine Toilette. Hier ist jede Kabine mit Putzmitteln vollgestellt. Ich räume eine Kabine frei und dann wache ich auf.

Morgens früh wache

Ich muss aufs Klo und als ich wieder zum Bett zurückkehre, ist es zwanzig vor vier. Da kann ich ja auch gleich aufstehen!

Das Kraftfutter mit Weintrauben ist heute irgendwie dicker als sonst, was mir gut gefällt. Zum Nachtisch esse ich das Stück Kuchen, welches mir meine Chefin gestern mehr oder weniger aufgenötigt hat mitzunehmen. Es schmeckt gut, hätte ich mir aber auch sparen können. Aber es schien ihr sehr wichtig zu sein, dass ich auch ein Stück Kuchen bekomme wie alle anderen auch.

Dann geht es los in den noch dunklen Morgen.

Wetter

Der Schnee- und Eispanzer auf den Straßen und Wegen ist morgens in Duisburg schon fast weggeschmolzen. Angeblich soll das Sturmtief, dass uns hier im Westen bisher verschont hat, ja am Wochenende mit seiner Kältepeitsche noch erwischen.

OP-Maske

Letztens haben wir uns auf der Arbeit beim Kaffee und beim Tee darüber unterhalten, dass die Menschen (uns eingeschlossen) nicht mehr so gut an die ganz normalen Hygiene- und Abstandsregeln aus der Corona-Zeit halten. Leute kommen krank zur Arbeit, husten die ganze Zeit herum usw. Da nehme ich mir vor, mal wieder ein paar Masken einzupacken und im ÖPNV zu tragen.

Heute morgen sitze ich mit einer uniformierten Frau (DB) in einem Abteil. Sie hustet ca. alle 30 Sekunden trocken. Also setze ich mir eine OP-Maske auf und fühle mich dabei komisch. Es ist ein bisschen so, als hätte ich als Einziger in der Bahn eine Clownsverkleidung an. Aber ich habe keinen Bock auf Bronchitis. Eine (immerhin leidlich bequeme) OP-Maske ist für mich schon ein Kompromiss zur FFP2. Die ist Arztbesuchen vorbehalten.

Gefühle

Der Tag ist angefüllt mir Freude, aber auch mit Trauer und Angst. Wahrscheinlich haben es die negativen Gefühle heute leichter, wegen der Zahnschmerzen und dem Kontaktabbruch. Es war aber schon mal schlimmer und ich versuche, mich auf mein eigenes, jetziges Leben zu fokussieren.

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