Kieselblog

Flusskiesels Tagebuch

2026-01-27 Mittwoch

Nacht

Schlechte Nacht. Der Zahn der Zeit nagt an den Zähnen. Immer wieder wache ich auf und der Zahnärztinnentermin dräut mir einen Schatten auf die Seele.

Träume nicht erinnerlich.

Morgen

Ich stehe gegen halb sieben Uhr auf. Obwohl ich keinen Hunger habe, esse ich das übliche Kraftfutter (mit Apfel), denn wer weiß, wann ich wieder was essen kann heute?

Dann laufe ich mit Musik auf den Ohren los. Irgendwann bin ich so voller ablenkender Gedanken, dass ich beinahe den Termin vergesse, aber dann bin ich doch rechtzeitig da.

Wurzelpurzel

Ärztin und Helferin sind unglaublich nett zu mir (bin ja als Angstpatient bekannt). Mir wird reichlich Betäubung versprochen und Frau Doktor hält ihre Versprechen. Ich habe fast keine Schmerzen. Einer der beiden Wurzelkanäle ist schon tot und voller Spinnenweben. Die werden rausgeschrappt. Im anderen Kanal wohnt der Balrog, aber den legt Frau Doktor schlafen. Sie saugt vorsichtig um ihn herum und dann gibt es Medizin für den kleinen roten Teufel. Bald ist der Deckel wieder drauf und ich kann wieder wankend in die Senkrechte.

Es ist faszinierend, wie unsere Körperwahrnehmung sein kann. Auch wenn Frau Doktor Milimeterarbeit leistet, fühlt sich das für mich so an, als würde sie in meinem Mund zentimetergroße Flächen abschleifen.

Jetzt habe ich noch zwei Termine, in denen der Balrog mit der Flamme von Arnor vertrieben werden soll oder so. Später sollen dann irgendwelche Stifte in die Kanäle gesteckt werden.

Mir soll‘s recht sein!

Mittag

Aufgeregt drehe ich noch eine kleine Runde durch Duissern. Daheim angekommen setze ich mich in den Sessel und schlafe sofort ein.

Mir träumt, dass Olli Schulz vor einem Gericht die Namen von Versicherungen aufzählen soll. Dabei macht er einen Witz und die versammelte Mannschaft muss grinsen.

Zu Mittag brate ich Mandel-Sesam-Tofu mit Paprika und Ei (muss alles mal weg). Dazu ein alkoholfreies Guinness und zum Nachtisch Bioschokolade (42% Kakao). Alles lecker.

Schreiben in der Stadtbibliothek

Die Arbeit am Roman geht flott voran, denn ich gehe gerade durch ein Kapitel, dass zum zweiten und letzten Mal lektoriert worden ist. Viel ist meist nicht mehr zu tun. Das freut mich.

Allerdings hätte ich mal mehr Zeit und Energie, um mich mit dem Roman zu beschäftigen und mal einen größeren Schritt weiter zu kommen.

Abendhunger

Nach der Gruppe schneide ich das Brot für die Kniften morgen. Den Knapp / das Kännchen esse ich direkt auf. Dann noch Zartbitterschokolade und Bratröllchen. Irgendwie scheine ich gerade einen mächtigen Energieverbrauch zu haben.

Ab morgen will ich aber wieder in ruhigere Fahrwasser kommen. Schokolade will ich auch keine mehr in der Wohnung haben – und sei es auch noch so gute Bio-Schokolade mit hohen Kakaoanteil.

Immerhin werde ich wieder besser im Schieben von Aufgaben und lasse mich ein wenig weniger stressen.

In der Lese-Ecke schmökere ich noch One Piece, bevor es zeitig zu Bett geht. Bin sehr, sehr müde vom Tag.

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