Nacht
Ich komme nur schlecht in den Schlaf. Vielleicht wegen des Kaffees am Nachmittag.
Morgen
Ich stehe gegen sieben Uhr auf. Heute ist Rosenmontag („Alaaf!“, „Helau!“) und daher dienstfrei. Wer jemals die Straßen von Düsseldorf an einem Rosenmontag erlebt hat, wird verstehen, dass an einem solchen Tag im Rheinland nicht gearbeitet werden kann – außer, man arbeitet als Polizeibeamter, Rettungssanitäter oder Kneipenwirt. Früher hatten wir sogar an Altweiber ab 11:00 Uhr frei „zur Teilnahme an Brauchtumsveranstaltungen“ (aka „Saufen“). Es waren schöne Zeiten, aber da sich das mit dem Saufen für mich erledigt hat, kann ich donnerstags auch arbeiten gehen. Meist setzt man sich mit den Kolleginnen und Kollegen dann für eine Stunde zu einem gemeinsamen Frühstück zusammen. Dieses Jahre wäre ich übrigens viel lieber arbeiten gegangen, anstatt krank im Bett zu liegen.
Vivaldi
Ich probiere noch mal Vivaldi (bisher eher mein Zweitbrowser) intensiver aus. Mich hatte bei meinem ersten Versuch ja das Übermaß an Einstellungsmöglichkeiten abgeschreckt. Jetzt ist es aber ganz nett, dass ich hier viele Dinge (vor allen Dingen die Oberfläche) recht frei konfigurieren kann. Die vielen Panels und Seitenleisten sind schon verwirrend (kann man natürlich abschalten), aber als ich letztens mal einen Liveticker in einem Tab geöffnet hatte, freute ich mich über die Funktion, den Browser diese Seite periodisch aktualisieren zu lassen.
Interessant ist auch die Möglichkeit, sich eine Webseite in einem „Web-Paneel“ sozusagen in einem eigenen Fensterchen ständig anzeigen zu lassen. Allerdings fehlt mir da der Anwendungsfall für.
Desiderata
Gehe gelassen inmitten von Lärm und Hast und denke daran wie ruhig es sein kann in der Stille. So weit als möglich — ohne Dich aufzugeben – sei auf gutem Fuß mit jedermann. Das, was Du zu sagen hast, sprich ruhig und klar aus und höre Andere an, auch wenn sie langweilig oder töricht sind, denn auch sie haben an ihrem Schicksal zu tragen. Meide die Lauten und Streit-süchtigen, sie verwirren den Geist. Vergleichst Du Dich mit Anderen, kannst Du hochmütig oder verbittert werden, denn immer wird es Menschen geben, die bedeutender und besser sind als Du. Erfreue Dich am Erreichten und an Deinen Plänen. Bemühe Dich um Deinen eigenen Beruf, wie bescheiden er auch sein mag; er ist ein fester Besitz im Wechsel der Zeit. Sei vorsichtig bei Deinen Geschäften, denn die Welt ist voller Betrüger. Aber laß deswegen das Gute nicht aus den Augen, denn Tugend ist auch vorhanden. Viele streben nach Idealen, und überall im Leben gibt es Helden. Sei Du selbst. Täusche vor allem keine falschen Gefühle vor. Sei auch nicht zynisch, wenn es um Liebe geht, denn trotz aller Öde und Enttäuschung verdorrt sie nicht, sondern wächst weiter wie Gras. Höre freundlich auf den Ratschlag des Alters und verzichte mit Anmut auf Dinge der Jugend. Stärke die Kräfte Deines Geistes, um Dich bei plötzlichem Unglück dadurch zu schützen. Quäle Dich nicht mit Wahnbildern. Viele Ängste werden durch Müdigkeit und Einsamkeit geweckt. Bei aller angemessenen Disziplin — sei freundlich mit Dir selbst. Genau wie Bäume und Sterne, so bist Du ein Kind der Schöpfung. Du hast ein Recht auf Deine Existenz. Und auch wenn Du das nicht verstehst, entfaltet sich die Welt gewiß nach Gottes Plan. Bleibe also im Frieden mit Gott, was auch immer er für Dich bedeutet und was immer Deine Sehnsüchte und Mühen in der lärmenden Verworrenheit des Lebens seien – bewahre den Frieden in Deiner Seele. Bei allen Enttäuschungen, Plackereien und zerronnenen Träumen ist es dennoch eine schöne Welt. Sei vorsichtig. Strebe danach, glücklich zu sein.
Romanüberarbeitung
Kapitel 5 hat nun seine erste Überarbeitungsrunde geschafft und nun liegt es wieder bei der Lektorin. Ab morgen (hüstel) arbeite ich weiter in Kapitel 6, damit ich es irgendwann einmal auch einmal zum ersten Durchgang verschicken kann. So geht es langsam, langsam weiter (diese Doppelung würde meine Lektorin übrigens anstreichen).
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