Nacht
Mittelschlechte, sehr erschöpfte Nacht.
Morgen
Der Wecker schaltet sich ein, als ich eh schon gerade aufgestanden bin. Die Stimmung ist ganz ordentlich.
Während der Meditation denke ich an den heutigen Termin auf der Arbeit. Dafür muss ich noch vorher die Präsentation fertig machen (dazu bin ich wegen Krankheit ja nicht gekommen). Ich kann die Aufregung deswegen spüren, aber auch gehen lassen. Jetzt während der Meditation kann ich an der Situation eh nichts ändern.
Zum Frühstück Kraftfutter mit Banane.
Da die Zahnschmerzen wieder einsetzen, nehme ich 400mg Ibuprofen. Morgen ist Zahnärztinnentermin.
Fahrt zu Arbeit
Auf der Mülheimer Straße in Duisburg stehen noch ein paar Sperrgitter. Auch erinnern noch bunte Konfettiglitzer auf der Straße an den Rosenmontagszumzug. Wieder ist eine Session einfach an mir vorüber gegangen.
Im Zug ein Karabinermann in Flecktarnjacke und einem sehr großen (aber auch sehr freundlichen) Hund.
Das iPad will nach dem Update auf iPadOS 26.3 keine Verbindung mit dem Mobilfunknetzwerk eingehen, aber nach einiger Zeit klappt es dann doch.
Arbeitstag
Sehr gedrängter Arbeitstag. Da ich ja ein paar Tage nicht im Dienst war, muss ich noch unbedingt meinen Teil der Präsentation für die Fortbildungsveranstaltung aktualisieren, welche meine Kollegin und ich heute geben werden. Das bekomme ich hin (tatsächlich scheine ich doch unter Druck auch inhaltlich ganz ordentlich arbeiten zu können).
Die Veranstaltung (“Fake News erkennen”) läuft ganz gut durch. Es holpert ein wenig, aber inzwischen sind wir recht souverän geworden.
Die Mittagspause mache ich heute durch, denn kurze Zeit später ist eine Besprechung angesagt, die uns Kopfschmerzen bereitet. Es wird in einer anderen Organisationseinheit ein System abgelöst werden, welches bisher eine Datenschwall auswirft, welchen wir auf unserer Seite in eine Datenbank importieren (und nachbearbeiten), um die Inhalte zu archivieren.
Da unsere Datenbank ein altes Öhmchen ist, wird sie den Datenschwall der neuen Systems nicht verdauen können. Das Zeitfenster für eine Lösung ist eng. Es gibt verschiedene Beteiligte in diesem Prozess und wir sind dabei eher am Rande, weil wir ja “nur” die Nachhaltigkeit der geleisteten Arbeit garantieren, weswegen man uns bei der Planung des ganzen Bumms auch schlichtweg vergessen hat.
Immerhin können wir in einigen Bereichen den Nebel ein wenig lichten.
Eine Zwischenlösung zeichnet sich ab und ich kann demnächst vielleicht mal wieder etwas Programmieren.
Nachmittags geht es dann so eine Intranetarbeit, die man gerne vor sich herschiebt (“Machen wir mal!”). Gemeinsam mit einer Kollegin spielen wir diese Umarbeitungsarbeit mal durch und stellen fest, dass das eher eine Fleißarbeit ist, vor der wir uns eigentlich nicht fürchten müssen.
Abend
Daheim überarbeite ich eine sehr bedrückende Szene meines Romans. Das klappt aber ganz gut. Möchte jetzt Kapitel 6 fleißig vorbereiten, damit ich es bald an die Lektorin schicken kann.
Viel mehr passiert nicht und ich gehe zeitig zu Bett. Ich kann die ausgefallene Mittagspause tatsächlich spüren.
The Mochi-Files
Die Lieblingskollegin hat mir letztens einen Stapel Mochis (japanische gefüllte Reisküchlein) der Firma Royal Family zum Probieren mitgebracht. Da ich die mir nicht einfach so im Büro in den Mund stopfen kann (bis auf den ersten von ihnen), habe ich sie an den folgenden Tagen immer morgens nach dem Frühstück als Nachtisch gegessen (ich nehme ja im Allgemeinen nur zu den Mahlzeiten Kalorien zu mir). Um der Lieblingskollegin auch korrekt Bericht erstatten zu können, habe ich meine Empfindungen bei der Speisung aufgeschrieben. Sie seien hier dokumentiert:
Creamy Coconut
Das erste Mochi meines Lebens! Die Lieblingskollegin drückt mir plötzlich auf der Arbeit in die Hand und natürlich muss ich ihn mir direkt in den Mund schieben. Dabei esse ich doch nichts zwischen den Mahlzeiten! Dabei mag ich doch Kokosnüsse (bis auf Kokosmilch) eigentlich nicht so gerne! Aber wenn die Lieblingskollegin mir extra einen Motchi mitbringt, kann ich natürlich nicht anders und ich esse ihn sofort.
Erst wirkt die Süßigkeit auf mich wie eine Mutprobe und sieht dermaßen unvorstellbar süß aus, dass ein türkischer Baklava-Bäcker alleine von ihrem Anblick Zahnschmerzen bekommen würde.
Doch Weichheit des Teigs ist überraschend unklebrig. Die Füllung verbreitet einen unglaublich zarten Kokosnussgeschmack in meinem Mund. Der Geschmack ist ein klein wenig süß und ein klein wenig kokosnussig. Zart und bescheiden. Ganz so wie ein Japaner, der nicht stören möchte.
Ich bin begeistert.
Salted Caramel
Erscheint mir ein wenig süßer als der Kokos-Mochi. Der Karamellgeschmack ist sehr präsent, übertönt den des Reisgeschmacks.
Für mich ist der Zucker aber gerade noch so in Ordnung.
Maple Pancake
Überraschend wenig süß. Bis auf eine leicht zuckrige Note kein Geschmack. Wenn ich nicht gewusst hätte, dass das Mochi nach Pfannkuchen schmecken soll, hätte ich das nicht erahnen können. Bisher das langweiligste Mochi der Versuchsreihe.
Vanilla Creme
Nicht so süß, wie man denken könnte!
Der Teiggeschmack kommt stärker zur Geltung, das Vanille-Aroma flankiert ihn, anstatt ihn zu überdecken.
Sehr lecker!
Creamy Matcha Latte
Sehr sanfter, leichter Geschmack. Der Tee kommt gut zur Geltung, da er nur sehr sachte herausschmeckt. Erinnert mich in seiner Bescheidenheit an das Kokosnuss-Mochi.
Tiramisu and Creme
Schmeckt interessanterweise tatsächlich nach Tiramisu. Hier hält sich der süße Geschmack angenehm zurück, aber wenn er eine gewisse Präsenz zeigt. Schmeckt in allem sehr leicht.
Peanut Butter
Beim Reinbeißen erwarte ich eine klebrige Explosion, aber die lässt auf sich warten. Ähnlich wie beim Kokosnuss-Mochi ist auch dieses Küchlein die reinste Zurückhaltung. Der Erdnussbuttergeschmack breitet sich elegant und zaghaft im Mund aus, für meinen Geschmack fast ein wenig zu bescheiden.
Mein Lieblings-Mochi bisher.
Mint Chocolate Chip
Erinnert in seiner Minzigkeit sehr stark an After-Eight. Leider fehlt die Schokolade als geschmackliches Gegengewicht. Die „Chip“-Stücke empfinde ich als unangenehm, weil sie den sehr weichen Eindruck der Royal-Family-Mochis ein bisschen kaputt machen. Wenn ich etwas dezidiert Weiches esse, möchte ich plötzlich keine harten, kleinen Teile im Mund haben.
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