Nacht
Ganz ordentliche, allerdings mehrfach unterbrochene Nacht ohne Ohrenstöpsel (im heimischen Jugendzimmer ist es ja eher ruhig).
Seltsamer Traum
Mir träumt, ich wohne noch in Meiderich und gehe auf die „Basarstraße“. Ich habe ein Eimerchen Öl und einen Pinsel dabei. Mit dem bepinsele ich die Brettchen vor den Geschäften, damit die Einkaufstaschen dort nicht kleben bleiben. Selbst am Dönerimbiss streiche ich das Brettchen an, obwohl dort doch gar keine Leute mit Einkaufstaschen hingehen! Der Dönnerbudenbesitzer und seine Frau lächeln trotzdem anerkennend, obwohl ich mich jetzt wie ein Verrückter fühle.
Später schaue ich mit einer blassen, blonden Frau zusammen einen Film. Die Frau trägt ein kurzes Kleid und ich bin von ihren Beinen fasziniert. Im Film gehen zwei Jungen edler Herkunft durch eine mittelalterliche Stadt. Sie werden von einem Leibwächter begleitet, der von einem Schauspieler gespielt wird, der Armin Rohde sehr ähnlich sieht. Ein Betrunkener rempelt den einen der Jungen an und dieser gibt dem Rempler empört einen Klaps auf den Po.
Vollkommen unerwartet eskaliert die Situation nicht in Gewalt sondern der Betrunkene erklärt den Jungen irgendetwas. Mich interessiert die Szene nicht sonderlich, weil die Beine der blonden Frau so toll weiß leuchten.
Morgen
Ich schlafe recht lang bis ungefähr sieben Uhr. Gegen acht Uhr geht es runter zu den Eltern in die Küche und wir frühstücken gemeinsam. Mein Kraftfutter pimpe ich mit Mamas Apfel- sowie Pflaumenmus und es schmeckt mir sehr gut.
Support
Danach ist Computersupport angesagt. Seitdem der Glasfaseranschluss bei meinen Eltern aktiv ist, ist das WLAN weg. Ich probiere herum und wundere mich, dass die SSID des WLANs sich geändert hat. Wir rollen das Tischchen mit dem elterlichen iMac ins Wohnzimmer (wo der Router steht) und ich schalte mich auf den Speedport auf. Tatsächlich muss das WLAN neu eingerichtet werden. Ich nehme an, dass sich durch den neuen Anschluss der Plasterouter neu aufgesetzt worden ist. Die Einrichtung klappt und da der iMac jetzt einmal via LAN an einer Glasfaserleitung hängt, surfe ich testweise ein bisschen herum. Holy Moly! Ist das schnell! Da werde ich doch ein wenig neidisch.
Doch der iMac wandert wieder in das seltsamerweise „Esszimmer“ genannte Zimmerchen (hier wird nie gegessen).
Danach Spaziergang mit Mutter. Viele Gespräche.
Eule
Ruhrbrücke. Eule ist auf Ansitz, die Bierpulle im Anschlag. Er steht da, als ob er auf jemanden warten würde. Sein Blick geht starr nach Süden.
Frühling
Es wird langsam wärmer. Die ersten Krokusse und Schneeglöckchen drücken sich durch den morastigen Boden und strahlen noch vergeblich gegen das nieselige Grau des Februars an.
Der Februar ist der Monat, in dem es langsam mal reicht mit dem Winter.
Die Welt in Schach halten
Ich lese im Wohnzimmer meiner Eltern „Die Welt in Schach halten“ zu Ende. Die Biographie von Wiglaf Droste hatte ich schon länger auf meinem Stapel ungelesener Bücher liegen und es hat sich gelohnt, mir den Titel von Christof Meueler vorzunehmen. Ich habe das Werk von Droste zum Teil sehr geschätzt und man hatte hier und dort ja schon mal vom recht „schwierigen“ Charakter des Schriftstellers gehört. Wie sehr in gewissen inneren Nöten war, hatte ich nicht gewusst. Das Buch wird durch (z. T. recht humorige) Einlassungen von Weggefährten aufgelockert. Bei einer solchen Persönlichkeit war das traurige Ende schon fast vorprogrammiert.
Abend
Ich gehe früh rauf ins Jugendzimmer und arbeite an zwei Szenen des Romans. Eine werde ich wohl komplett umschreiben müssen wegen eines Perspektivfehlers, aber das verschiebe ich auf morgen, weil ich schon so müde bin.
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