Nacht
Mittelgute Nacht. Wieder trage ich keine Ohrenstöpsel. Die Welt ist still.
Traum vom Training
Mir träumt, ich mache eine Art Ausbildung oder ein drittes Studium. Als ich aus der Mittagspause komme, sind alle beim Sport. Es wird irgendein Laufspiel gemacht, dass ich nicht verstehe, also stehe ich verständnislos am Rand. Ein Kommilitone ist als Pirat verkleidet und keucht neben mir. Dann kommen noch andere Kommilitonen hinzu. Der Pirat ist ein hübscher junger Mann mit violetten Augen. Er ist wirklich sehr extravagant gekleidet und geschminkt. An ihm lehnt eine junge Frau mit lila Haaren. Sie schaut mich die ganze Zeit an. Dann wünscht sie sich, dass ich mich ihr vorstelle. Nachdem ich meinen Namen gesagt habe, kommt sie mir ganz nahe und haucht mir ins Ohr, dass ich wohl daheim keine Träume hätte und außerdem sei ich der „Markus, der immer negative Sätze sagt“. Dazu fällt mir nichts ein. Sie spricht mit mir in einem verführerischen Tonfall, der mich noch weiter verwirrt.
Morgen
Ich werde gegen halb sieben Uhr wach und stehe auf. Irgendwie fühle ich mich schmantig und müde. Das Draußen ist dunkel und trüb.
Nachdem ich den Signal-Messenger gecheckt habe, bin ich ein bisschen fröhlicher und lebendiger.
Elternsonntag
Die beste Ex-Frau von allen kommt meine Eltern besuchen. Wir sitzen nett zusammen und trinken Kaffee. Mittags gibt es Pizza. Draußen ist es nass und kalt, drinnen ist es einigermaßen muckelig.
Es ist viel Wiedersehensfreude.
Ich fahre viel später als gewöhnlich zurück nach Duisburg. Da gegen 18 Uhr die Züge voll werden, bin ich froh um mein Ticket der ersten Klasse.
Abends kleiner Fressflash
Daheim kriege ich Hunger und Appetit. Ich esse zwei kleine Gläser Bratröllchen, einen Simmit-Ring und ein paar Haselnüsse. Dazu ein alkoholfreies Leffe blond.
Ich denke, die letzten Tage waren nervlich doch recht anstrengend. Ich bin im Sozialkontakt-Dauereinsatz und kann nicht gut zur Ruhe kommen. Da ich auch erst recht spät wieder zu Hause bin, habe ich hier keine Zeit mehr, mich mit mir selber auszuruhen. Stattdessen bin ich im Erledigermodus: Essen vorbereiten, Dinge umpacken usw.
Das Wort „Fressflash“ ist vor dem Hintergrund von Binge-Eating usw. natürlich eine totale Übertreibung, aber da ich ja eigentlich abends überhaupt nichts esse, fühlt sich der Kontrollverlust für mich aber so an.
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