Nacht
Die Nacht ist so „joah!“. Ich wache wieder sehr früh auf. Sollte ich vielleicht doch später ins Bett gehen? Vielleicht sollte ich mal die Zeiten und die Schlafqualität protokollieren.
Traum von der Ferienwohnung
Mir träumt, ich bin in einer Ferienwohnung neben einem Labor. Abends laufe ich im Labor herum. Neben Experimenten stellen die sympathischen Laborantinnen und Laboranten hier auch Süßigkeiten her. Man kann sich die leckeren Erdnuss-Schoko-Riegel einfach nehmen und das Geld dafür in eine Vertrauenskasse werfen. Allerdings fühle ich mich im Labor wie ein Fremdkörper und deswegen gehe ich in den Penny. Hier will ich Chips „Ungarisch“ und Cola kaufen wie früher. Außerdem habe ich einen großen Bier-Siphon als Leergut dabei. Da ich die Leergutkasse am Eingang verpasst habe, stelle ich den Siphon einfach ab.
Als nächstes gehe ich in die zweite Ferienwohnung. Sie ist sehr klein und für eine Person genau richtig. Jedoch wohnt nebenan ein sehr netter, aber auch schwer gestörter Punk. Durch die Verbindungstür kommt er in meine Wohnung und nervt mich. Ich befürchte eine gewaltsame Auseinandersetzung, dabei möchte ich doch nur in Ruhe Chips essen und Cola trinken.
Morgen
Ich stehe pünktlich um vier Uhr auf. Zum Frühstück drei Scheiben Steinofenbrot. Schmeckt ganz ordentlich, aber ich vermisse mein Müsli.
Morgenspaziergang, Loslassen
Während des Morgenspaziergangs beschäftige ich mich wieder mit dem Thema „Loslassen“. Dabei höre ich deutlich mein inneres Lied. Es ist traurig und voller Sehnsucht, die niemals gestillt werden wird.
Das ist alles notwendig, aber auch sehr kräftezehrend.
Immerhin bin ich so nahe bei mir selber, wie ich es noch nie in meinem Leben war.
Nur, darf ich nicht so sehr am Loslassen zerren, denn das führt in die Depression.
Arbeitstag
Obwohl der Arbeitstag einigermaßen ruhig ist, empfinde ich ihn als anstrengend. Das liegt aber mehr an meiner Erschöpfung und an den Dingen in meinem Herzen. Dabei bin ich erstaunlich produktiv für einen Freitag. Die kleinen Haftnotizen, die ich als erledigt zerknülle und in den Papierkorb werfe, sind immerhin ein kleiner Trost.
Die drei Scheiben Brot zum Frühstück halten nicht so lange vor wie mein gewohntes Müsli. Mein mitgebrachtes Mittagessen esse ich schon um kurz vor zehn Uhr und Fasten wird dann wohl heute besonders lang.
In der Mittagspause ein Spaziergang am Rhein entlang und dann zum Park am Spee‘schen Graben. Es ist frühlingshaft mild und nur ab und zu beißt ein kühl zischender Wind den jungen Frauen in die bejahend nackt gezeigten Beine. Die Schneeglöckchen schauen noch ein wenig unmotiviert aus dem matschigen Gras. Doch die Sonne gibt Hoffnung.
KI-Musik
Im Podcast „KI verstehen“ geht es diesmal darum, wie generative Modelle die Musikbranche verändern.
Ich als Vorsitzender der Fahrstuhlmusikgewerkschaft lehne die sogenannten „KI-Musiker“ komplett ab. Eine Maschine kann niemals die Emotionen hervorrufen wie z.B. mein Song „Rainfall in the Sundown“ (lief erfolgreich bei Best Western und Ibis Budget).
Im Ernst: Es ist erschreckend, wie hoch der Prozentsatz der generierten Lieder (bis zu 40%) bei den etablierten Plattformen inzwischen ist. Jeder, der für eine der Musikplattformen (außer Bandcamp) Geld bezahlt, finanziert diese Scammer mit. Gehört werden „KI-Songs“ nämlich zu 85% von Bots. Das ist also eine Form des Betrugs.
Mein Gedanke dazu: Wenn Deine Kunst von einer generativen KI ersetzt werden kann, dann ist es keine. Dann ist das, was Du machst, nämlich so generisch, dass es auch maschinell hergestellt werden kann (siehe Fahrstuhlmusik).
Wenn Du als echter Mensch mit echten Gefühlen und Gedanken Kunst machst, wirst Du damit auch jemanden berühren.
So wie Malcom F., auf dessen Album ich hiermit noch einmal verweisen möchte.
Abends Hunger
Am Abend gehe ich noch Einkaufen und esse dann wegen großem Hunger Hähnchenfleisch, eine Scheibe Brot mit Schinken, mehrere Scheiben Knäckebrot mit Erdnussbutter und Nuss-Nougat-Creme. Bin frustriert, weil es mich so aus der Spur wirft, dass ich nicht wie für mich normal essen kann.
Schmecken tut übrigens alles super.
Abends Bauchweh. Trost durch das Bestellen von einem neuen Notizbuch.
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