Kieselblog

Flusskiesels Tagebuch

2026-03-20 Freitag

Nacht

Schlechte, unruhige Nacht. Die Muskeln schmerzen.

Traum vom Theater

Mir träumt, ich hätte einen Termin im Scaramouche. Jedoch ist im Traum das Theater nicht unter dem Mendener Hallenbad sondern in der Eingang ist in einem Betontunnel unter einem öffentlichen Gebäude. Als ich das Theater suche, sind überall Ratten und Mäuse. Durch eine Gegensprechanlage redet eine Stimme mit mir. „Hallo?“ ruft sie. „Hallo?“ rufe ich zurück. Da öffnet sich eine Stahltür und ein alter, dünner Mann in Latzhose und mit Sonnenhut auf dem Kopf tritt heraus. Er sagt, dies sei kein Ort, um herumzulungern. Besonders für Kinder und Jugendliche sei es gefährlich. Ich schaue mich um und stimme dem Mann zu. Allerdings hätte ich einen Termin im Theater, erkläre ich, und würde ganz bestimmt keine Kinder hier hin bringen. Damit gibt der Mann sich zufrieden und fragt jetzt freundlicher, was denn im Theater gegeben würde. Ich weiß nur, dass die Veranstaltung „Thule“ heißt und ich vielleicht eine Rolle in diesem Stück bekommen würde.

Im Raum hinter der Stahltür wird nun ein muskulöser junger Mann sichtbar. Auch er trägt Latzhose. Er sagt etwas, was ich nicht verstehe. Trotzdem nicke ich lächelnd und gehe erst einmal weg.

Auf dem Platz spielen tatsächlich Kinder. Eines ist von einer Maus gebissen worden. Ich schärfe dem kleinen Jungen an, dass er unbedingt zum Arzt gehen muss wegen einer Tetanus-Impfung. Ich versuche, das Kind zu beruhigen und sage, dass ihm durch die Impfung überhaupt nichts passieren könne. Dann erzähle ich den Kindern noch etwas von Tollwut, bis mir auffällt, dass die davon furchtbare Angst bekommen und gehe weg.

Am Einlass steht Freund A. Wie immer muss ich ihn dazu überreden, dass ich ein Ticket kaufen möchte. „Thule“ ist, wie ich erfahre, kein Theaterstück, sondern eine Video-Projekt. Ich gehe die Treppe runter und suche mir einen Platz auf einem kleinen Sofa vor der Leinwand. A. kommt dazu und wir albern herum, als ein Dia von einem Urlaubsort projiziert wird. Dabei erfinden wir den Spruch „Der Schweizer pisst doch auch nur in den Gulli!“ und finden den sagenhaft lustig.

Morgen

Ich bleibe bis sieben Uhr liegen. Eigentlich hatte ich gestern die wahnhafte Idee gehabt, heute eine weitere Wanderung zu machen, aber ich schone lieber Muskeln und Gelenke und mache nur kleinere Spaziergänge.

Da ich keinen Hunger habe, lasse ich das Frühstück ausfallen. Das Gewicht ist wieder unter 95 kg. Ein Blick in den großen Ankleidespiegel zeigt, dass sich auch wieder Haut zurückgebildet hat. Allerdings knittert sie jetzt an neuen Stellen.

Während der morgendlichen Meditation komme ich zu einer Einsicht.

Olympia

Als Bürger Duisburgs darf ich mit darüber abstimmen, ob ich die Bewerbung meiner Stadt für die olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 unterstütze. Ich kreuze „Nein“ an, denn ich halte die sogenannten „olympischen Spiele“ für eine hochkorrupte Angelegenheit. Da ich Korruption verachte, möchte ich so etwas nicht in meiner Stadt haben.

Mittagessen

Ich habe 24 Stunden gefastet und in der Mittagszeit entwickelt sich nun doch ein ziemlicher Hunger. Also gehe ich zum Hähnchen-Express und verdrücke unter den ungläubigen Blicken der Pommesdame einen ganzen Gummiadler mitsamt einer Portion Pommes. Die Frau ist ganz aus dem Häuschen, dass ich das alles schaffe. Sie weiß natürlich nicht, dass ich schon einen ganzen Tag lang nichts gegessen habe und in meinem Verdauungssystem reichlich Platz ist.

Zum Nachtisch gibt es noch ein kleines Stückchen gedeckten Apfelkuchen und einen Nougatcremering. Das geht alles gut aus, auch wenn der Nougatcremering ein wenig übertrieben war.

Ich ruhe dann ein wenig im Schwingsessel, bis mich eine Messenger-Nachricht aufscheucht. Ich kann sie allerdings sinnvoll einordnen und beantworten.

Briefe

Aus dem Briefkasten ziehe ich einen Brief aus Bonn, über den ich mich sehr freue. Da mein Therapeut mir anrät, mich mehr auf mein eigenes Leben zu fokussieren, gehe ich ins nahe Café und beantworte dort den Brief. Außerdem schreibe ich ein paar Postkarten.

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