Nacht
Mittelgute Nacht. Ich wache häufig auf und muss aufs Klo.
Traum von der Reise
Mir träumt, ich bin mit Arbeitskollegen ins Ausland verreist. Vielleicht nach England. In der Nähe der Unterkunft ist eine Kirche, an deren Außenwänden normalerweise historische Waffen und auch einige Panzer ausgestellt werden. Doch jetzt steht da nur ein alter Klapperkasten. Die KI sagt, die Vakanz der Waffen sei dahingehend begründet, dass historische Gegenstände erst nach den Eisheiligen nach draußen gestellt würden. So kostbare Zeitzeugen wären empfindlich gegenüber Frost.
Nach einem Termin laufen wir durch die Altstadt zum Hotel zurück. Ich unterhalte mich mit dem ehemaligen Kollegen R., der immerhin noch mit mir spricht. Der Weg zur Unterkunft ist erstaunlich kurz.
Im Büroflur hat Kollegin U. Mineralwasserflaschen zerdeppert. Ich helfe ihr beim Zusammenkehren. In der Frühstückspause stiehlt sie mir eines meiner Schinken-Nutella-Sandwiches.
Morgen
Ich stehe gegen halb sieben Uhr auf. Die Stimmung ist ganz gut. Das Gewicht ist unverändert bei 94,3 kg. Das Fasten hat also etwas gebracht, trotz der Gummiadler-Kuchen-Schlemmerei.
Nach dem morgendlichen Kraftfutter (habe ich vermisst) gehe ich noch schnell zum türkischen Supermarkt und kaufe frisches Obst. Dann packe ich den Wanderrucksack, denn heute möchte ich den Samstag an der lauen Frühlingsluft verbringen.
Ruhrwiesen
Samstagmorgen, 9:30 Uhr, Ruhrwiesen bei Duisburg. Um jede Ecke kommt eine Joggerin oder ein Jogger geflitzt. Nur ein einziges vereinzeltes Frauchenherrchenpärchen mit Hund. Sie zeigt trotz der Morgenfrische viel durchgewalkte, braune Haut.
Sonst ist es sehr ruhig.
Field Writing
Pause am Ruhrufer bei Saarn. Obwohl ich schon so lange im Ruhrgebiet lebe, bin ich wieder einmal von der Schönheit der Natur hier an der Ruhr beeindruckt.
Ein kühler Wind kräuselt den sonst so ruhigen Fluss. Menschen flanieren oder fahren mit dem Rad. „Ich kann nicht fahren, wenn es so eng ist und Du überholst!“ meckert eine Frau ihren Gatten an. Der weiß natürlich viel besser, ob sein Ehegespons jetzt fahren kann oder nicht.
Die Sonne ist freundlich und mitunter schon warm, aber der Wind kitzelt noch mit seinr Kühle. Der Frühling drängt die Knospen.
Noch ein Stück auf der östlichen Seite der Ruhr nach Süden und ich würde zum Ortsteil „Menden“ kommen. Der Weg wäre mir wegen des kleinen Witzes wegen aber dann doch zu weit.
Eine ältere Frau geht dynamisch an mir vorbei. Sie hat ihren Pullover ausgezogen und lässt die Sonnenstrahlen an ihre faltigen Arme. Mir wäre das zu kalt und es würde sich bei mir unschöne Gänsehaut auf den Knittern bilden.
Die Mittagspause habe ich auf dem Mittagspause auf dem Broicher Damm. gemacht. Dort habe ich slowenisches Studentenfutter (musste mal weg) und ein belegtes Stangenbrot gegessen. Dazu gibt es zwei alkoholfreie Flens.
Nun wird es Zeit für den letzten Kaffee aus der Thermosflasche.
Auf den Ohren habe ich Max Goldt, denn gute Sprache tut der Seele wohl.
Der Wind ist kühl, die Sonne ist freundlich.






Saarn
Spaziergang durch das dörfliche Mülheim-Saarn. Ich kaufe mir mal ein Eis. Irgendwie bin ich für das süße Kalt verloren, denn ich schmecke hauptsächlich Zucker, was aber nicht am Eis selber liegt, sondern daran, dass sich mein Geschmack wohl verändert hat.
Von Saarn aus wende ich mich nach Westen, zurück in Richtung Duisburg. Im Wald sehe ich ein verwunschenes Tor. Das umzäunte Gelände hinter dem Zaun ist komplett verwildert. Man sieht selten unbewirtschafteten Wald. Es gibt dort keine Wege.
Ich glaube, das Gelände gehört zum Haus Rott. Hier gibt es sogar ein Mausoleum.
Durch den Stadtwald laufe ich wieder nach Duisburg zurück. Die letzten Meter werden anstrengend.
Abend
In der Bärenhöhle schaue ich auf den Schrittzähler und sehe mehr als 38.000 Schritte (27 km). Das ist ein neuer Rekord auf dem Schrittzähler!
Nach einem Wannenbad schaue ich noch ein paar Videos (Till Reiners Happy Hour) und gehe früh zu Bett.
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