Nacht und Morgen
Mittelschlechte. Bunte, wirre Träume. Langsame, bärige Gedanken am Morgen. Dann wieder Leere. Schmerzhafte Leere.
Kraftfutter mit Erdbeeren schmeckt heute irgendwie farblos. Macht aber satt.
Das neue Active Noise Cancelling bewährt sich auf dem Weg zur Arbeit. Selbst den schlimmen Laubbläsermann kann ich nicht hören.
Die Sonne scheint. Die Nerven flattern.
Controller mit ohne BWL
Für das Spiel Crimson Desert wird das Spielen mit einem Controller empfohlen. Also habe ich meinen Dualshock aus der Kiste gekramt und an den Mac angeschlossen (tatsächlich habe ich ihn via Bluetooth gekoppelt, aber das Bild mit der Kiste und den Kabeln gefällt mir besser).
Nach zehn Minuten war ich wieder kurz davor, das Eingabegerät zu zertrümmern.
Für mich fühlt sich Spielen mit einem Controller immer ein bisschen an wie ein Alptraum:
Ich werde auf einen Stuhl gesetzt und soll ein Verkehrsflugzeug sicher landen während gleichzeitig die Landebahn unter schweren Beschuss steht. Dazu drückt man mir eine Banane in die Hand, auf die jemand sämtliche Emojis geklebt hat, die es gibt.
Dann erklärt man mir die Mechanik:
„Um vorwärts zu fahren: Kotz-Emoji + Bärchen + Schraubendreher + abwechselnd Schildkröte von vorne und Clownsgesicht. Schildkröte von vorne!
Achtung! Jetzt greifen Drohnen an! Um die Flugabwehr feuern zu lassen, musst Du ganzganzganz schnell hintereinander abwechselnd das Sonnenbrillen-Emoji und dieses eine Emoji drücken, welches aussieht wie eine alte Frau in traditioneller koreanischer Tracht! NEIN! Nicht den Mann! Die Frau! Ach, schon abgestürzt!“
Gleichzeitig sitze ich seit bald 40 Jahren vor Tastaturen. Seit 35 Jahren schreibe ich blind. Ich muss den Buchstaben „Q“ nur im Geist vor mir sehen und schon zuckt der kleine Finger der linken Hand nach links oben. Deswegen kann ich mich auch nicht einfach auf andere Tastaturlayouts umgewöhnen und fluche regelmäßig, weil mein Gehirn nicht zwischen der Mac- und der PC-Tastatur umschalten kann.
Der Controller kommt wieder in die Kiste.
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