Kieselblog

Flusskiesels Tagebuch

2026-04-06 Montag

Nacht

Recht gute Nacht. Irgendwo in der Nähe läuft ein Fernseher, weswegen ich irgendwann die Ohrenstöpsel appliziere (tolles Angeberwort!).

Wilde Träume

Mir träumt recht wild und durcheinander. Ich führe diese auf den eh recht unruhigen Geist und die zwei gekochten Eier vor dem Schlafengehen zurück.

Mir träumt, ich bin mit MJ in einer Stadt (Köln oder Berlin oder beides). Wir wollen mit der U-Bahn fahren, aber es gibt irgendwelche Sonderregelungen wegen Fußball. Entweder dürfen gerade nur Fußballfans mit der U-Bahn fahren oder die gerade nicht. Ein Straßenhändler spricht mich an, denn er glaubt nicht, dass ich U-Bahn fahren darf. Unsicher verweise ich auf den vollen Einkaufswagen, den ich dabei habe. Er geht gespielt auf meinen Einwand ein, will aber Geld von mir, damit er dicht hält und mich nicht an die Behörden verrät. Ich gebe ihm einen Zehner und der gibt mir ungefähr sieben Euro raus. Das nenne ich mal eine faire Erpressung!

MJ bekommt von einem Typen einen Schlüssel anvertraut. Nach meiner Erfahrung mit dem Straßenhändler wittere ich eine Falle und wir wollen den Schlüssel los werden. Falls das alles hier aber keine Falle sein sollte und der Typ seinen Schlüssel wirklich wiederhaben will, möchten wir ihn lieber gut verstecken. In einer Ecke der U-Bahn gibt es einen kleinen Garten mit dem Modell einer Burg. Wir vergraben den Schlüssel unterhalb eines Turmes im Stroh. Dabei werden wir von einer alten Frau und einem alten Mann misstrauisch beäugt, während sie die Fugen der Gehwegplatten von Moos befreien.

Morgen

Der Wecker klingelt zur Wiedergewöhnung an das frühe Aufstehen um sechs Uhr morgens. Ich scheiße auf die Gewöhnung und schalte ihn aus. Als ich dann gegen sieben Uhr aufstehe, beschließe ich, den letzten freien Tag dieses Mini-Urlaubs zu genießen.

Dazu gehört ein ordentliches Frühstück, bestehend aus Kraftfutter mit frischen Erdbeeren. Die Erdbeeren sind die aus der besonderen Schale. Bei Burc gibt es neuerdings unterschiedliche Erdbeerensorten zu unterschiedlichen Preisen. Unterscheiden tun sie sich hauptsächlich an der Form der Plastikschale. Aber die in der teuren Schale sehen auch noch aus, als wären sie mundverlesen. „Mundverlesen“ schreibe ich, weil die Erdbeeren so zart und saftig aussehen, dass man sie unmöglich mit der groben Hand anfassen kann.

Mit einem starken Kaffee setze ich mich dann in den Schwingsessel, lese die Feeds und blogge ein wenig. Die Stimmung ist gut und draußen scheint die Sonne. Heute will ich mal wieder mehr Schritte machen, nachdem ich jetzt zwei Tage mehr oder weniger in der Wohnung verbracht habe.

Die Vorstellung, dass es morgen wieder an die Arbeit geht, macht mir ein wenig Angst, aber immerhin stehen zwei Tage Homeoffice an und das ist ja in der Regel ein ruhiges Arbeiten.

Innenhafen

Zu Mittag treffe ich Familie. Dabei auch das kranke Familienmitglied. Der Mensch sieht ganz verloren aus, wie er da sitzt und nichts zu verstehen scheint. Das macht mich ein wenig traurig.

Nach dem Essen (für mich gibt es Spanferkelrollbraten) verabschieden wir uns. Ich laufe durch die Stadt, die voller Menschen ist. Die Sonne lockt sie raus. Ich hole mir ein Eis gegen meine sonstige Gewohnheit.

Abends

Daheim überarbeite ich ein Kapitel des Roman zu Ende und schicke es an die Lektorin. Damit hat sie jetzt zwei Kapitel für die erste Überarbeitung ihrerseits.

Nach einem Wannenbad setze ich mich zum Lesen in den Schwingsessel, doch bald ist der Abend schon wieder rum und ich muss ins Bett.

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