Kieselblog

Flusskiesels Tagebuch

2026-04-13 Montag

Nacht

Sehr unruhige Nacht mit unbekannter Ursache. Vielleicht waren es die dösigen Pausen am Tag, vielleicht der Espresso am frühen Nachmittag. Vielleicht war aufgrund des vielen Erlebens in den letzten Tagen der Geist auf einfach unausgeglichen.

Traum vom Schnee

Mir träumt, ich bin als Feuerwehrmann in einer kleinen Stadt im Einsatz. Hier rückt auch die Bundeswehr an. Ich treffe meinen Vater und meinen Bruder, beide wurden für die Reserve aktiviert. Mein Bruder erzählt, dass es momentan große Probleme mit der Laktose gäbe und er hat auch ein schlimmes Auge.

Dann muss ich los ins ewige Eis. Die beste Ex-Frau von allen ist auch da und sie liegt krank in einem Zelt. Wir müssen aber weiter, sonst erfrieren wir! Also helfe ich ihr packen. Überall liegen Anziehsachen herum. Ich hebe sie auf und sie soll die alle überziehen, um sich zu wärmen. Dann räumt sie weiter und ich kundschafte schon mal die Strecke aus. Als ich durch den Schnee stapfe, höre ich die beste Ex-Frau von allen schreien und renne zurück.

Morgen

Ich bin schon um halb vier Uhr wach und döse bis zum Wecker um vier Uhr. Ich bin zwar sehr müde, komme aber trotzdem gut aus den Federn.

Heute will ich die Morgenmediation nicht direkt nach dem Aufstehen, sondern erst nach dem Frühstück machen, weil das vielleicht mit dem Kochen des Kaffees usw. zeitlich besser harmoniert: Während sich der Kaffee ein wenig abkühlen kann, meditiere ich mit sattem Bauch.

Das klappt ziemlich gut, allerdings muss ich den Rest des Kaffees in den Thermobecher kippen, denn ich möchte den Zug um 5:16 Uhr bekommen.

Fahrt zur Arbeit

Ich erwische den RE19 um 5:16 Uhr. Der Bahnsteig ist voller Menschen, was für diese frühe Uhrzeit überraschend ist. Ist wieder eine Autobahn gesperrt?

Im Zug verblogge ich die letzte Nacht und lese ein wenig. Dazu Kaffee aus dem Thermobecher.

Morgenspaziergang

In Düsseldorf laufe ich mal wieder vom Hauptbahnhof bis Derendorf und von dort aus zum Rhein. Am Rhein kann ich heute leider nicht unten am Ufer entlang laufen, weil da die Schausteller lagern. Es ist Fischmarkt oder so und wenn man Fisch kauft, muss man ja auch unbedingt Karussell fahren.

Beim Gehen höre ich Musik und denke nach. Wie häufig komme ich auf dabei auf Dinge, die meinem unruhigen Geist sonst entgleiten. Meine “Spaziergänge” sind echte Therapie-Arbeit. Sie bringen mich buchstäblich immer wieder auf den richtigen Weg.

Verjackt

Ich habe mich mal wieder total verjackt! Heute mit Softshell-Jacke unterwegs, dabei wäre die Übergangsjacke (“gefütterte Regenjacke”) oder die Eigentlich-zu-kalt-für-die-Übergangs-jacke-aber-zu-warm-für-den-Parka-Übergangsjacke (Wellensteyn) angebrachter gewesen. Immerhin habe ich heute mal ganz unbeamtig meinen Hoddie auf der Arbeit an und der ist einigermaßen warm.

Diensthandy

Ich habe mir tatsächlich eine Erinnerung eingerichtet, dass ich an Arbeitstagen morgens mein Diensthandy einschalte. Das vergesse ich sonst nämlich andauernd. Wäre doch doof, wenn mich jemand auf dem Handy anruft und ich bin nicht nur nicht erreichbar, sondern ich melde mich überhaupt nicht zurück, weil ich von dem Anruf überhaupt nichts mitbekomme. Es kommt zwar nicht häufig vor, dass mich jemand auf dem Diensthandy anruft (ich habe es eher für Aufgaben, E-Mails und Termine), aber gerade dann könnte es ja wichtig sein. Manchmal komme ich mir schon ein wenig albern vor.

mo schreiben

Wer schreibt, der bleibt!

Unter anderen, wichtigeren Dingen, wird mir beim Morgenspaziergang bewusst, dass es für mich nicht reicht, mir mal “ein Wochenende Zeit zu nehmen”, um an Roman zu arbeiten. Ich muss kontinuierlich etwas daran tun, damit ich im Text, in der Welt der Geschichte und bei den Figuren bleibe. Es reicht dabei, wenn ich jeden zweiten Tag nur eine halbe Stunde an einer Szene arbeite. Also schichte ich im Kopf meinen Tag um. Computerspiele sind jetzt erst einmal passé, weil sie zu viel Zeit kosten und sie nicht auf Kosten des Lesens gehen sollen.

Vielleicht schaufele ich mir ja stattdessen mal das eine oder andere Wochenende zum Computerspielen frei.

Das Herz

Manchmal wird mein Herz so schwer, dass ich es kaum noch tragen kann. Ich halte es mit beiden Händen, damit es nicht wieder zu Boden fällt. Denn wenn ein Herz zu Boden fällt, dann tritt auch immer jemand drauf. Ich halte mein Herz fest, bis es leichter wird. Dann lasse ich es wieder los.

Gefühle ändern sich.

Das muss ich mir merken.

Abend, gemütlich schreibend und lesend

Ich schaffe es, viele Dinge beiseite zu schieben und mich auf den Roman zu fokussieren. Die Arbeit geht weiter!

Danach lese ich gemütlich im Schwingsessel. Die neuen Lautsprecher lassen sich von meinem Smartphone aus mit Klangstoff versorgen und der Mac ist ausgeschaltet.

Zeitig zu Bett. Sehr müde.

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