Nacht
Endlich mal wieder eine ganz ordentliche Nacht. Notiz an mich: Schlafzimmer kühler halten! Ohrenstöpsel reinmachen!
Traum vom Agententhriller
Mir träumt, ich sehe einen Agententhriller mit Mystery-Elementen. Eine europäisch aussehende Frau wird in einer exotischen asiatischen Stadt von einer anderen europäisch aussehenden Frau angesprochen. Die zweite Frau erklärt der ersten, dass sie eine amerikanische Spionin ist und patriotische Hilfe benötigt. Die erste Frau ist tatsächlich Patriotin und stimmt zu. Die Spionin erklärt, dass sie das Land verlassen, dafür aber eine falsche Fährte legen muss. Sie tauschen ihre Handys aus. Die Patriotin will nun versuchen, ebenfalls das Land zu verlassen. Sie verabschieden sich und die Patriotin steigt in einen Bus. Dieser wird sofort von der Geheimpolizei angehalten. Bei der Kontrolle der Fahrgäste kommt eine Telepath zum Einsatz, der von Matt Damon gespielt wird. Er trägt eine Drachenrobe. Während er die Menge der Menschen durchgeht, wappne ich, der ich ebenfalls im Bus saß, gegen die Kontrolle, denn ich bin noch viel telepathischer als Matt Damon.
Morgen
Der Wecker weckt mich um vier Uhr morgens. Ich bin einigermaßen wach und komme gut aus dem Bett.
Joghurt
Normalerweise rühre ich immer ein Quantum Milchpulver in das Joghurt-Milch-Gemisch, damit das Ergebnis etwas fester wird. Nun ist es nicht mehr so einfach, an richtiges Milchpulver zu gelangen („Kaffeeweißer“ ist kein Milchpulver) und mir fällt auf, dass es mir doch eigentlich egal sein kann, wie fest der Joghurt ist, da ich ihn ja eh zu 99% einfach ins Müsli kippe.
Das Ergebnis: Der neue Joghurt ohne Milchpulver heute morgen ist fast genau so stichfest wie der mit. Also habe ich Geld und vor allen Dingen Mühen gespart.
Gewicht
Das Gewicht geht weiter leicht runter auf 95,1 kg. Ich bin gespannt, ob nun ein neues Plateau bei 95 kg kommt oder ob es weiter nach unten geht. Ich mache auf jeden Fall so weiter wie bisher und bleibe auch beim möglichst weitreichenden Verzicht auf Zucker. Der Verzicht ist auch mutmaßlich gut für meine Stimmung.
Morgenspaziergang
Ich mache eine schöne frühe Runde um den Innenhafen Duisburg. Dabei denke ich wieder einmal über die Themen „Loslassen“ und „Abstand“ nach. Das Loslassen fühlt sich wie ein widerwilliges Loslösen an. Es tut weh, aber es befreit auch.
Mir hilft dabei die Erkenntnis, dass ich nicht mehr die Kraft habe, um dieses Spiel mitzuspielen, bei dem ich die Regeln nicht kenne und bei dem der Verlierer (ich) schon im vornherein feststeht.
Meine Energie brauche ich jetzt für mein eigenes Leben.

Mittagessen im Homeoffice, Arbeit
Zu Mittag mache ich mir Bratkartöffelchen im Speisefön. Dazu Rotkohl aus dem Glas und Matjesstücke, welche ich gestern spontan im Netto gekauft habe. Der Matjes schmeckt so uninspiriert wie ein toter Fisch. Den Rest werde ich mir wohl mal die Tage aufs Brot legen.
Morgen werde ich noch eine Portion Kartoffeln mit Rotkohl mit auf die Arbeit nehmen (Teeküchenmikrowelle sei Dank). Dazu mache ich noch im Speisefön ein Hähnchenschnitzel knusprig.
Auf der Arbeit beende ich vorerst die Arbeit an der technischen Umarbeitung der Hausregelungen. Bin ein ganz kleines bisschen stolz auf mich. Nun müssen noch offene Fragen geklärt und ganz viele Kleinigkeiten korrigiert werden.
Ein Microsoft-Update kumuliert so vor sich hin. Draußen unter dem Balkon schreien die Kinder die Frühlingsluft voll. Ich habe den Geschmack von Kaffee und Matjes im Mund.
Aufgeregt in der Stadtbibliothek
Nach dem Schreiben in der Stadtbibliothek belohne ich mich mit dem üblichen Kaffee. Ich musste eine Szene komplett umschreiben, aber ich denke, das hat sich gelohnt.
Da ich mich wegen einer Sache auf der Arbeit aufrege, die mich auf dem Weg hierher erreicht hat, kann ich die entspannte Klimpermusikatmosphäre hier nicht richtig genießen.
Noch während ich diese Zeilen hier schreibe, fällt mir das auf. Ich klappe das iPad zusammen und stecke es weg. Dann atme ich erst einmal.
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