Kieselblog

Flusskiesels Tagebuch

2026-04-16 Donnerstag

Nacht, Traum von der Buchhandlung außerhalb

Recht gute Nacht.

Mir träumt, dass Du und ich eine Buchhandlung entdecken, die ein Stück außerhalb der Stadt im Wald liegt. Die Buchhandlung ist erstaunlich groß und es gibt auch viel Kundschaft. Verwundert laufen wir durch die Regalreihen, auf der Suche nach den Autoren, die mit „W“ beginnen. Ein alter Mann löst versehentlich einen Alarm aus, als er einen abgesperrten Aufgang verwenden will, aber man reagiert freundlich und höflich auf die Störung.

Ich schaue Dich an und meine, Freude in Deinen Augen sehen zu können. Immerhin kennst Du Dich in solchen Läden doch aus.

Später fährst Du uns in die Stadt zurück. Wir unterhalten uns über die Buchhandlung. Es ist doch schön, dass es neben der alteingesessenen Buchhandlung noch eine Alternative gibt, auch wenn Du große Buchhandlungen ja nicht so sehr magst wie die kleinen.

Ich himmele Dich an und bewundere Deinen weichen, weißen Schwanenhals.

Dann stehe ich auf einer kopfsteingepflasterten Straße. Sie ist in einer Stadt aus kleinen Fachwerkhäusern. Warmes Licht fällt aus den Fenstern auf meine Füße. Ich erzähle meinem Therapeuten von meinem Traum von Dir. Es sei doch seltsam, sage ich, dass ich von Dir so schön Träume, wo Du doch gerade jetzt so weit von mir entfernt bist wie noch nie. Mein Therapeut meint darauf, dass es sich bei mir um eine Manie handeln könne. Er hätte da aber auch gute Medikamente gegen. Die wären aus der Schweiz. Dann tätschelt er meine Schulter und fragt mich eindringlich, ob ich die Tabletten nehmen wolle. Ich bin mir unsicher. Wenn ich wach bin, bin ich doch auf meinem eigenen Weg von Dir fort – sind nächtliche Träume von Dir wirklich ein Wahn?

Morgen

Ich wache um viertel vor vier Uhr auf und da es sich nicht lohnt, noch liegen zu bleiben, stehe ich auch sofort auf. Die „Nicht-vor-vier“-Regel ist Blödsinn, wenn ich dadurch in Ruhe die S1 kriegen kann, jetzt wo der Zugverkehr mal wieder so eingeschränkt ist (Vandalismus an der Strecke, wie man liest).

Heute kippe ich keinen Ahornsirup ins Kraftfutter. Die getrockneten Sauerkirschen bilden einen interessanten Kontrast zur Honigmelone.

Ich kann in Ruhe frühstücken, Meditieren und eine halbe Tasse Kaffee trinken, dann gehe ich los zum Bahnhof. Um die S1 zu bekommen (der RE19 hat jetzt schon Verspätung), gehe ich ziemlich schnell, was mir recht leicht fällt.

In der S-Bahn lese ich und schreibe diese Zeilen.

Field Writing: Rosengarten

Irgendwann in den letzten Stunden hat es laut vernehmlich „Fumpp!“ gemacht und die Blüten an den Bäumen haben sich in grüne Blätter verwandelt. Der Frühling scheint dann doch da zu sein.

In der Mittagspause sitze ich im geheimen Rosengarten und erfreue mich an einer verschwommenen Welt. Die Welt ist verschwommen, weil ich heute versehentlich die Bildschirmbrille auf der Nase habe sitzen lassen. Dem Frieden des Rosengartens tut dies aber keinen Abbruch. Ein paar Vögel jagen sich und die Sonne drängt sich an den Wolken vorbei. Ein paar Gartenbaumänner sehen nach dem Rechten und schleppen Schläuche. Ich bin müde, aufgeregt und ein wenig traurig.

Erschöpfung

Am Nachmittag viel Sozialkontakt. Der war kollegial und herzlich, aber er saugt mich dann doch aus.

Bin unendlich müde, als ich zum Bahnhof gehe.

Es ist schon verrückt, dass an den äußeren Parametern meines Lebens überhaupt nichts ändert, aber innerlich alles über den Haufen geworden wird und sich alles, alles ändert.

Ich beschließe, für heute in den Schonwaschgang zu gehen.

Blogsysteme

  • Pure Blog: Knuffig, einfach und schnell. Jedoch kommen alle Seiten in einen Ordner. Das geht bei den vielen Einträgen wie den meinen nicht.
  • Kirby: Mehr ein CMS, dass man sich zum Blog umfrickeln kann.
  • Ghost: Irgendwie fishy mit seiner Koofmich-Attitüde.
  • Bludit: Mein Klassiker, aber mir wäre das für meinen Blog-Workflow zu umständlich. Die Admin-Oberfläche soll bei vielen Einträgen auch ziemlich langsam werden.
  • Grav: Nerdig, nicht ganz frickelarm, aber mit dem entsprechendem „Blog-Skeleton“ irgendwie schnell zum Blog hingebogen. Ich könnte damit meine Blogeinträge in Jahresringe wickeln. Schön, wenn man so viel selber einstellen kann. Es gibt mehrere Millionen Plugins und Themes.
  • Lars bringt mich auf den Gedanken, dass ich auch mein WordPress-Blog einfach in einen Cloudron-Container umziehen könnte. Das würde wesentlich weniger Wartungsaufwand und wesentlich höhere Sicherheit bedeuten. Meinen Webspace bei IONOS könnte ich dann auch irgendwann löschen. Vielleicht ziehe ich die Domain flusskiesel.de auch um. Vielleicht ändert sich auch die URL meines Blogs. Mal sehen.

Abend

Wie zu erwarten, fallen mir früh die Augen zu. Ich schaffe es nicht einmal mehr, abends noch zu lesen.

Mächtig früh zu Bett.

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