Ganz ordentliche Nacht.
Mir träumt, ich nächtige in einem großen Haus. Meine kleine Wohnung ist irgendwo in den oberen Etagen dieses Hochhauses. Um dort hin zu kommen, muss ich durch zahlreiche verwinkelten Gänge und Treppenhäuser. Es gibt viele Türen, die ich mit meinem Universalschlüssel aufschließen muss. Früher sind immer gefährliche Typen von der Straße in das Haus gekommen und deswegen hatte man mir jeden Abend eine Schusswaffe gegeben. Heute ist das nicht mehr notwendig, doch ich habe trotzdem Angst vor der Dunkelheit. Phantasien über Vampire lenken mich derart ab, dass ich mich verlaufe. Irgendwann lande ich in einem Treppenhaus, wo auch die Wohnungstüren der anderen Mieter sind. Hier bin ich falsch.
Später gehe ich frühstücken. Der Wirt der Frühstücks-Bar zeigt mir einen ruhigen Tisch. Dabei zählt er mir laut die Vorzüge und Nachteile von jedem Sitzplatz auf. Als wir an einem kleinen Tischchen angekommen sind, wäre ich am liebsten alleine, doch der Wirt zeigt mir noch die Videoschuss-Anlage. Im Keller gibt es nämlich einen Schießstand. Vom Gastraum aus kann man dann per Video die Gewehre und Kanonen abfeuern und zusehen, wie die Ziele zerfetzt werden. Das scheint hier das große Ding zu sein.
Dem Knie geht es wieder besser. Spüre aber noch etwas. Bin ängstlich.
Ich mache ein Kompliment und schäme mich nicht sofort deswegen.
Der dritte von Prompting-Workshops läuft trotz ein paar Pannen ganz gut. Wir sind inzwischen angekommen.
Danach weiß ich aber nicht mehr, welcher Wochentag ist und ernte Stirnrunzeln, als ich Kollegin J. frage, ob sie denn jetzt auch Feierabend machen will.
Manchmal habe ich den Verdacht, dass meine Liebe leuchten kann.