Kieselblog

Flusskiesels Tagebuch

2025-12-25 Donnerstag

Nacht

Mittelguter Schlaf ohne Ohrenstöpsel, weil es im elterlichen Haus ja ziemlich ruhig ist.

Traum vom Horrorfilm

Mir träumt, ich bin in einem Feriencamp und der Betreuer fragt uns, ob wir zusammen einen Horrorfilm gucken wollen. Es ist nämlich Halloween. Die Abstimmung müsse aber einstimmig ausfallen. Alle wollen den Film sehen, ich aber nicht. Da ich niemandem den Spaß verderben will, stimme ich dann doch zu. Zu allem Überfluss wird auch noch ein Zombiefilm gezeigt. Ich sitze nun mit geschlossenen Augen im Essensaal und höre den verzweifelten Schreien der von den Zombies gefressenen Leute zu. Dann werde ich ohnmächtig. Als ich wieder zu mir komme, beugt sich der Betreuer über mir und die Lieblingskollegin hält meinen Kopf. Danach kümmert sie sich rührend um mich.

Morgen

Ich wache um sechs Uhr auf. Draußen ist es noch dunkel und die Temperatur sind unter Null. Ich setze mich im alten Jugendzimmer an den großen Tisch und beantworte einige Weihnachtsgrüße. Dann verblogge ich die letzten Tage.

Kalter Ostwind

Spaziergang durch die Felder der alten Heimat. Der Ostwind ist nicht stark, aber eiskalt. Er geht durch Mark und Bein. Das gefrorene Gras knirscht unter den Schuhen. Ein paar Menschen begegnen mir, ich werde von Hunden beäugt.

An der Hönne ist man geschützter und auch wenn ich hier im Schatten wandele, ist es wärmer. Ein schneller Schritt lässt das Blut pulsieren.

Der Spaziergang alleine tut gut. Gedanken und Gefühle ketten sich aneinander und ihr Reigen tanzt durch meinen Kopf. Mit der Zeit, mit den Schritten wird er langsamer, die vielen Beinchen werden müde, so wie meine Beine müde werden.

Am alten Bauernhof vorbeigehend, widerstehe ich dem Drang, die überwucherten Stroh-Anhänger zu fotografieren. Sic transit gloria mundi.

Ich denke an Dich und immerhin gibt es schwache Zeichen, dass Du ab und an auch an mich denkst.

Die Stuben der Menschen sind aus LED. Scheiben sind von innen beschlagen.

Weihnachtsessen

Weihnachtsessen mit der Familie. Gulasch, Nudeln und Krautsalat. Mutters Essen schmeckt so lecker, dass ich zwei Teller verputze. Danach noch ein kleines Stück Tiramisu.

Angeregte Unterhaltung. Es wird viel gelacht. Abends gehe ich früh zu Bett.