Nacht
Ganz ordentliche Nacht, wieder ohne Ohrenstöpsel. Das Haus, die Landschaft, der Himmel sind ruhig.
Traum vom Fußballsieg
Mir träumt, ich bin irgendwo an einem seltsamen Ort. Hier spiele ich Sitzfußball mit einer jungen Frau und gewinne vollkommen überraschend 2:0. Dann bringe ich mein Fahrrad zur Leitung, denn der Bremszug ist gerissen. Die 1.000 Euro lasse ich in der Zeit im abschließbaren Eisenkasten draußen. Obwohl der Kasten sehr stabil ist, mache ich mir Sorgen um Diebstahl.
Morgen
Ich stehe um halb sieben Uhr auf, weil mich die Medikamenteneinnahmeerinnerung des iPhones weckt. Ich bin nicht ganz so ausgeruht, wie ich mir wünschen würde. Gerne würde ich wieder in meinem gewohnten Bett schlafen und bin voller Vorfreude, dass das bald wieder so sein wird.
Fahrt nach Duisburg
Spaziergang durch das erkaltete Sauerland. Frostkristalle brechen das Licht, aber sie brechen nicht das warme Gefühl der Liebe, welches ich in mir trage. Mein Therapeut hat Recht wenn er sagt, dass man sich selber lieben muss, um andere lieben zu können.
Da ist viel Liebe in mir heute: Für meine Familie, für die Ferne, für mich. In mir ist unglaublich viel Platz für Liebe und das tut ihr gut.
Ich bekomme noch den RE57 nach Dortmund. Wenn das noch mit dem Anschluss dort klappt, bin ich bald wieder in Duisburg in meiner kleinen Bude. Dort werde ich erst einmal die Heizung anheizen. Die Kohleschaufel schwingend werde ich das Thermostat hochdrehen und mich dann wundern, warum ich dazu eine Schüppe in der Hand halte.
Heute will ich Sucuk rösten und damit eine türkische Pizza füllen. Damit sie sich nicht so einsam dabei fühlt, werden ihr Kimchi, Zwiebeln sowie möglicherweise ein paar Kartoffelkäferoliven Gesellschaft leisten.
Wieder daheim
In Duisburg freue ich mich über meine kleine Bude, mein eigenes, kleines Reich für mich. Den Mittagessenplan ändere ich flugs ab, als mir die noch übrigens Kartoffeln ins Auge fallen. Es gibt Röstkartoffeln mit Sucuk und Zwiebeln aus dem Speisefön. Die türkischen Pizzen (es sind derer zwei und die waren so fest aneinander gefroren, dass ich beide zusammen auftauchen musste) gibt es dann morgen und übermorgen.
Waldspaziergang
Um auf meine 13.000 Schritte heute zu kommen (der Streak ist ich, ich bin der Streak, der Streak ist zentral, der Streak ist mein Leben! MEIN LEBEN!), mache ich einen Waldspaziergang. Der Stadtwald ist wirklich gut besucht von dicken Festbäuchen und ihren Hunden. Auch wenn ich ja sehr gerne alleine bin, freut es mich, dass die Menschen auch mal an Bewegung denken.
Am Waldgottesdienstplatz (ja, auch das gibt es hier!) mache ich eine Pause. „Meine“ Bank mit Tisch ist von ein paar jungen Herren besetzt, die Heißgetränke aus Thermosflaschen genießen. Ich setze mich ein wenig entfernt von ihnen auf eine Bank und genieße mein Heißgetränk aus einer Thermosflasche. Alle Menschen auf der Welt sollten Heißgetränke aus Thermosflaschen genießen! Aber nur dann, wenn sie auch den Streak einhalten!
Hier auf der Bank tippe ich diese Zeilen in mein iPad. Das klappt super mit der magischen Tastatur. Ich bin noch immer sehr beeindruckt von der Technik. Da ich jetzt weniger elektronische Geräte in der Umhängetasche habe, ist dort auch jetzt die Kapazität für ein nicht allzu dickes, gedrucktes Buch vorhanden.
Abend
Ich schaue ein paar Videos, die sich angesammelt haben. Die Waschmaschine läuft mit der Gästebettwäsche. Ich bin froh, wieder in meinem kleinen Zuhause zu sein.
Allerdings werde ich sehr schnell müde und gehe zeitig zu Bett.
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