Kieselblog

Flusskiesels Tagebuch

2026-01-14 Mittwoch

Nacht

Mittelgute, erschöpfte Nacht.

Traum von der Jugendliebe

Mir träumt, ich bin auf einem Ehemaligentreffen der Abiturklasse. Meine große Jugendliebe C. ist auch da. Sie setzt sich neben mir auf das Sofa und wir unterhalten uns angeregt. Darüber freue ich mich.

Später stellt sich heraus, dass wir in der selben Gästewohnung übernachten. Am nächsten Morgen räumen wir gemeinsam auf. Ich sauge den Fußboden. Immer wieder suche ich das Gespräch mit C., aber es gibt immer etwas anderes zu tun. Dann fragt mich C., ob wir nicht gemeinsam mit dem Zug zurück nach NRW fahren sollen. Sie habe doch das Deutschlandticket. Ich freue mich sehr darüber, muss dann aber äußerst hektisch packen, damit wir noch rechtzeitig zum Bahnhof kommen. Ich möchte unbedingt mit ihr mitfahren!

C.P. kommt vorbei und ist skeptisch, ob wir es rechtzeitig zum Bahnhof schaffen. Wir versuchen es trotzdem und nehmen die Straßenbahn. In der Bahn erzählt der Thronfolger davon, dass Jugendliche alte Frauen anrufen und ihnen anstößige Dinge am Telefon sagen. Er liest die Meldung mitsamt den anstößigen Dingen laut vor. Da überall Kinder in der Bahn sind, unterbinde ich das. Da sagt ein kleiner Junge zu mir, dass seine Brüder noch viel schlimmere Wörter kennen würden. Alle umarmen sich.

Am Bahnhof verliere ich die beste Ex-Frau von allen und C. aus dem Blick. Auch vermisse ich meinen Trecking-Rucksack. Doch da tauchen die beiden mit meiner grauen Reisetasche aus dem Gewühl auf! Alles ist beisammen und wir machen uns auf den Weg zum Bahnsteig. Die beiden Damen verstehen sich prächtig.

Morgen

Ich stehe halbwegs gegen sechs Uhr auf. Heute will ich einen Arbeitsversuch wagen. Der Kopf tut aber gehörig weh, auch wenn ich insgesamt eine leichte Besserung spüre.

Das Gewicht schnellt nach oben. Die Untätigkeit und die Kohlenhydrate der letzten Tage machen sich bemerkbar. Momentan pendelt mein Gewicht um die 95 kg, womit ich noch deutlich im Übergewicht bin (BMI 26,9).

Zum Frühstück Kraftfutter mit Banane, dazu Magerquark zum ersten Mal aus dem Glas.

Panik

Morgens erwischt mich kurz die Angst. Es ist ein bisschen faszinierend, dabei zuzusehen, wie das Gefühl durchgeht wie ein Pferd und gleichzeitig die Ratio weiß, dass es keinen Grund dafür gibt. „Nein!“ ruft der Verstand „Es gibt eine gute Erklärung für X! Es ist ganz bestimmt kein Unfall, kein Verbrechen! X ist wegen Y! Das wissen wir doch!“ Das Gefühl hingegen rennt und schreit und hält es schier nicht mehr aus.

Immerhin lässt sich alles klären. Das Gemüt beruhigt sich wie ein Eimer Wasser. Die trübe Suppe sinkt wieder hinab auf den Boden.

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