Kieselblog

Flusskiesels Tagebuch

2026-01-24 Samstag

Nacht

Ganz ordentliche Nacht ohne Ohrenstöpsel. Ich möchte dem Schmalz Zeit geben, aus den Gehörgängen zu kriechen und die Welt zu erkunden. Er soll Abenteuer erleben und die Liebe finden!

Traum vom Hörsaal

Wilde, wirre Träume. Mir träumt, dass im Treppenhaus des Elternhauses ein Hörsaal eingebaut worden ist. Als ich nach Hause komme, muss ich während einer Vorlesung zu „The Witcher“ die Ränge hochklettern, zum Ende hin sogar über Karteikästen. Dabei werde ich die ganze Zeit von den Studierenden mit ungläubigen Augen angestarrt und rechne ständig damit, mich rechtfertigen zu müssen.

Morgen

Ich stehe gegen sieben Uhr morgens ausgeschlafen auf. Die Stimmung ist gut, die Seele stabil. Mir fallen ein paar unblogbare Begebenheiten von gestern auf, die ich noch aufschreiben möchten. Es handelt sich um klitzekleine Begebenheiten: Scheinbar flüchtige Berührungen, ein geflüstertes Wort, eine kecke Drehung.

Ins Kraftfutter kommt heute die letzte Banane. Morgen werde ich zum ersten Mal eine türkische Birne klein schnippeln. Ich bin schon sehr neugierig!

Küchengott

Da ich heute ja beim Schleppen helfen werde und nicht weiß, wie sich das Mittagessen wann realisieren lässt, backe ich mir ein Baguette auf (das letzte von den gekauften TK-Bio-Baguettes). Ich bestreiche es mit Erdnussbutter und belege es mit Gurkenstreifen und frisch geröstetem Räucher-Tofu „Rosso“.

Kurze Zeit später wische ich fluchend die geschmolzene Erdnussbutter auf und nehme das Baguette wieder auseinander, damit der Tofu in Ruhe abkühlen kann.

Ich Küchengott!

Häuslicher Vormittag

Ich blogge eine Runde und widme mich für ein Stündchen dem Haus. Die Mikrowelle will mal wieder gereinigt werden – zumindest interpretiere ich ihren verkrusteten Blick in diese Richtung. Dazu trinke ich Kaffee.

Möbelei

Ich fahre zum Verwandten. Auf dem Weg zu seiner Wohnung wackelt er plötzlich auf der anderen Straßenseite herum. Ich spreche ihn an. Ihm ist zwar bewusst, dass heute Leute zum ihm wegen der Möbel kommen, aber er hat ja kein Zeitgefühl mehr. Wir gehen zusammen in seine Wohnung und unterhalten uns, bis der Rest der Truppe mit dem Transporter kommt.

Die Möbel sind recht schnell hochgetragen („Viele Hände – schnelles Ende!“). Dann geht es zur Wohnung der verstorbenen Schwiegeromi. Dort werden Dinge aus der Wohnung geholt und im Transporter verstaut. Die nächste Etappe ist meine Wohnung. Nun bin ich um einen kleinen Tisch, zwei Sessel und einen Toaster reicher.

Mein Erdnussbaguette esse ich bei einer Flasche Leffe Blonde alkoholfrei. Der Rest der Truppe fährt nämlich nach Dortmund weiter.

Uff!

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