Kieselblog

Flusskiesels Tagebuch

2026-03-06 Freitag

Nacht

Gute Nacht. Ohrenstöpsel bis zum Weckerwecken.

Traum vom englischen Urlaub

Mir träumt, ich mache in England (oder etwas Ähnlichem) Urlaub und beziehe ein winziges Ferienhäuschen, welches inmitten der Wohnung eines älteren Ehepaars wird. Das Häuschen („Tiny House“) besteht aus nur einem Raum und ist sehr gemütlich, jedoch habe ich Sorge, dass es jemand in meiner Abwesenheit betritt.

Als ich eines nachts nach Hause komme, höre ich Geräusche im Tiny House. Es ist die eine Frau des Wirts, die nackt das Badezimmer putzt. Schnell laufe ich weg.

Am nächsten Tag sortiere ich ich meine Sachen, denn ich will einen weiten Spaziergang machen. Der Gastwirt hält noch einen Vortrag, währenddessen er historische Kostüme anzieht. Als er sich einmal als Erzbischof verkleidet, setzt er sich den Hut auf, den ich eigentlich den Park-Rangern aus der Gegend hier zugeordnet hätte. Mir ist ein wenig unangenehm, dass ich während des Vortrages keine Hose anhabe.

Die eine Ehefrau des Wirts (diejenige, die nackt mein Bad geputzt hat), wird zur Rede gestellt. Sie spricht weder englisch noch deutsch gut. Ich denke, die Sache mit dem nächtlichen Reinigungs-Striptease ist eine Masche von ihr.

Auf dem Spaziergang durch den Wald beginnt es zu Donnern. Ich muss steile Abhänge und Böschungen überwinden. Der Boden ist matschig. Die Füße tun vom vielen Laufen weh.

Morgen

Ich stehe pünktlich mit dem Wecker auf. Mit dem Kraftfutter esse ich die letzte überreife Banane. Die Portion ist sehr sättigend.

Die Morgenmeditation klappt so mittel. Es ist faszinierend, auf welche Ablenkungen der Geist immer so kommt.

Notizbuch

Das neue Notizbuch ist da und ich richte es mit Freuden ein: Mein bürgerlicher Name und meine Anschrift will eingetragen und die Stiftlasche will eingeklebt werden. Es handelt sich bei der Stiftlasche um die neueste Entwicklung aus den Laboren der Firma Leuchtturm: Eine Stiftlasche für große Stifte („Stiftlasche für Krieger!“). Hier passt jetzt super mein Messingfüller rein und nun kann ich auch stilecht mein Tagebuch unterwegs führen (wenn ich nicht direkt ins iPad tippe).

Das neue Notizbuch fühlt sich wunderbar an. Ich freue mich sehr darüber, wie der Messingfühler über das Papier gleitet.

Ein wenig schade ist, dass ich gleich etwas Leidvolles in mein neues Tagebuch schreiben muss. Aber so ist das Leben nun mal und ich kann inzwischen mit diesen Sachen viel besser umgehen.

Filterhalter

Am Nachmittag möchte ich mir im Büro noch einen Kaffee kochen, aber mein Filterhalter ist verschwunden. Wurde er etwa geklaut? Habe ich den verbummelt? Ich weiß es nicht.

Ich mache mir einen Instant-Kaffee (er gerät viel zu stark) und werde mir am Wochenende wohl einen neuen Filterhalter besorgen.

Heimfahrt

Viele Verspätungen und unsichere Informationen der Bahn. Im RE 6 dann die Durchsage: „Sehr geehrte Fahrgäste! Schauen sie bitte mal nach links! Ein Hoch auf die Fahrdienstleitung der Deutschen Bahn! Die lässt nämlich die S-Bahn wie vorgesehen am Gleis warten und lässt uns durchbrausen!“

Abend

Abends Aufwallungen und Ängste. Ich schütte einer Freund mein Herz aus (sorry, liebe A.!), danach geht es mir besser. Morgen wird die Welt schon wieder anders aussehen, da bin ich mir sicher. So schnell stirbt man nicht an einem gebrochenen Herzen.

Therapie hilft.

Arbeit an sich selber hilft.

Achtsamkeit hilft.

Meditation hilft.

Beruhigungstee hilft. 😉

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