Nacht
Schlechte, sehr schlechte Nacht. Ich bin erschöpft und unruhig zugleich. Die Träume sind phantastisch, verworren, irre und derart persönlich, dass ich sie hier nicht wiedergeben kann.
Morgen
Ich melde mich krank. Bin total kraftlos. Wortfindungsstörungen. Fürchte einen depressiven Schub. Resignierte Traurigkeit.
Zerstört
Müde, schlapp. Lenke mich ein wenig ab. Ich muss aber auch mal nachdenken und nachfühlen.
Zu Mittag esse ich das vorbereitete Baguette* mit Tofu Rosso. Nachdem mir die Scheiben des selbstgebackenen Brotes gestern wieder zerbröselt sind, wollte ich eigentlich auf gekauftes Brot umsteigen. Das selbst gebackene Baguette (Roggen-/Weizen-Mischbrot mit Körnern) schmeckt mir aber super und es ist aufgrund seiner Form auch stabiler. Vielleicht mische ich ja demnächst: Ab und an kaufe ich ein Kastenbrot zu, ab und an backe ich ein paar Baguettes.
* „Baguette“ ist natürlich nicht der korrekte Ausdruck, aber ich finde das Wort „Stangenbrot“ so doof.
Waldspaziergang, Field Writing
Ich habe mal wieder den guten Freewrite Alpha hervorgekramt und ihn mit in den Stadtwald genommen. Die Wege sind bedeckt mit trockenem Laub, die Baäume stehen dicht und kahl. Nur in den Senken steht das Wasser. Der Wald spielt seine Rolle als Schwamm der Nation und hält die Feuchtigkeit in seinen Wurzeln.
Mein bedrücktes Herz atmet ein wenig auf, wird ein wenig weiter.
Der Gesang der Vögel erinnert mich an die Wälder zu Hause. An den stillen Grund.
Nun sitze ich hier auf einer Bank im Wald und es müssen Entscheidungen getroffen werden. Dazu klopft ein Specht. Während die Sonne untergeht, schreibe ich mir Fragen auf, die ich am Mittwoch der Therapiegruppe stellen möchte.
Abend
Abends dringenden Computer-Support für meine Eltern. Zum Glück funktioniert AnyDesk noch und ich kann von daheim aus helfen.
Mit Promethazin zu Bett.
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