Kieselblog

Flusskiesels Tagebuch

2026-03-19 Donnerstag

Nacht

Mittelschlechte Nacht. Ohrenstöpsel wegen Gequake zwischen 21 und 3 Uhr.

Traum von Dortmund

Mir träumt, ich mache mit Leuten einen Ausflug nach Dortmund. Bald schon verliere ich die Reisebegleiter, was aber in Ordnung ist. Überall sind Dortmund-Fans unterwegs. Obwohl es noch Morgen ist, sind die Kneipen bereits voll. Es sind aber auch vereinzelte Schalker Fans zu sehen und ich freue mich, dass es hier friedlich zugeht.

An einer Konzerthalle bleibe ich stehen. Hier sind Bänke aufgebaut, auf denen man sitzen und in die Halle hineinschauen kann. Neben einer Dame ist noch ein Platz frei und ich setze mich neben sie. Wir haben erst ein paar Unstimmigkeiten wegen der Enge, aber dann kommen wir doch überein. Sie nimmt Kekse aus meiner Tüte und verteilt sie an ihre Freundinnen. Die Kekse wurden von der besten Ex-Frau von allen gebacken. Bald soll in der Konzerthalle eine große Lesung stattfinden und ich möchte da zumindest mal reinhören. Schön, dass es neben Fußball auch noch andere Themen in der Stadt gibt!

Morgen, Befindlichkeit

Ich stehe einigermaßen zerschlagen um halb sieben Uhr auf. Meditation zum Thema Akzeptanz. Ich schaue in mich, wogegen ich Widerstand empfinde. Es ist der Widerstand gegen das Loslassen. Jetzt kann ich sanfter damit umgehen. Die nächste Zeit wird nicht leicht werden.

Delight

Schorle schreibt, wie er sich mal einen Tag lang geärgert und dann auf dem Heimweg einen Regenbogen gesehen hat, dessen Anblicken allen Ärger mit einem Schlag weggeleuchtet hat. Solche Momente sind wichtig und alleine der Gedanke an meinen guten Freund in dieser Situation verschafft mir auch ein Delight.

Für Delight ist mir noch kein guter deutschsprachiger Begriff eingefallen. „Entzücken“ wäre die korrekte Übersetzung, aber das klingt so exaltiert.

Überingenieurtheit

Mich nervt, dass ich mit Spotlight ¹ auf dem Mac keine direkte Suche in kagi ² mehr anstoßen kann, seitdem ich von Safari ³ auf Vivaldi ⁴ umgestiegen bin. Nun überlege ich, mir wieder Alfred⁵ zu installieren. Ist das wieder meine Neigung zum „Over-Engineering“ oder nervt mich die Unmöglichkeit, mal schnell was zu suchen doch so sehr, dass sich der Aufwand lohnt (Alfred ist wirklich ein mächtiges Tool!).

Nach einem kurzen Hin und Her installiere ich Alfred (ich bin Käufer des Powerpack-Paketes) und schnell habe ich ein paar Workflows für die Websuche und für das Erstellen von neuen Todolisten-Einträgen installiert. Zum Glück kenne ich Alfred noch so gut, dass ich mich schnell wieder zurechtfinde.

Fußnoten

  1. Spotlight ist die schnelle Suchfunktion auf dem Mac. Man damit auch Apps und kleine Hilfsprogramme starten.
  2. kagi ist eine kommerzielle, von Google unabhängige Suchmaschine.
  3. Safari ist der Standardbrowser im Apple-Universum.
  4. Vivalidi ist ein (mehr oder weniger) datenschutzfreundlicher OS-Browser. Er basiert auf Chromium.
  5. Alfred ist eine freie, sehr stark anpassbare Alternative zu Spotlight.

Field Writing

Die Sonne scheint. Das ist eine gute Gelegenheit, die seelische Lage zu stabilisieren.

Im Wald begegne ich weiterhin überwiegend Hunden. Einmal so zwei Schäferhunden mit schlappen Ohren. Keine Ahnung, wie die heißen oder wie man ihre Rasse nennt. Sie sind ganz ohne Frauchen oder Herrchen unterwegs. Die Verhundung der Welt schreitet also doch voran. Warum sieht das nur keiner außer mir?

Möglicherweise wurden Frauchen und Herrchen jetzt auch durch KI ersetzt und in den Halsbändern der Hunde gibt jetzt ChatGPT die Richtung vor. Sonst ist es ruhig.

Der Kaffee beißt ein wenig. Der Magen hat heute nicht so viel zu tun, denn ich habe nur mittags meine Portion Müsli gegessen. Sonst mag ich nichts zu mir nehmen außer Kaffee und Wasser.

Die Seele flattert. Die Autobahn rauscht in der Ferne. Die Bäume zärteln grün.

Wieder ein Hund, traditionell begleitet. Es gibt sie noch, die alten Sitten!

Abends

Eine große Runde durch den Wald und über die Regattabahn. Als ich wieder in der Bärenhöhle ankomme, habe ich über 27.000 Schritte auf dem Zähler.

Ich bin ordentlich kaputt und widerstehe dem Drang, Bratröllchen zu essen. Ich möchte das Fasten nicht unterbrechen und Hunger habe ich auch keinen.

Nach der Dusche schaue ich noch eine Folge „Foundation“. Die Serie ist eine gute abendliche Ablenkung.

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