Nacht
Mittelgute Nacht. Ohrenstöpsel bis ca. zwei Uhr morgens.
Traum von Köln
Mir träumt, ich mache eine Reise nach Köln. Dort checke ich in ein Familienhotel ein. Der junge Hotelier ist begeistert von meinem T-Shirt, ein Erinnerungsstück an das „Erinnerungsschießen“ mit den ehemaligen Handballkameraden. Der Hotelier fragt mich neugierig über die schwarzpulvernen Traditionen meiner sauerländischen Heimat aus.
Dann treffe ich zufällig meine Eltern, die gerade einen Ausflug ihres Kegelclubs mitmachen. Gemeinsam laufen wir durch die Stadt. An einem Bierstand werden kostenlos große Humpen mit Gerstensaft ausgegeben. Meine Eltern lassen sich jeder einen Krug geben. Ich gehe auch zum Bierwagen, zucke aber im letzten Moment zurück, weil ich ja keinen Alkohol trinken darf.
Später treffe ich den Comiczeichner Ralf König, der mir von seinem vollen Terminkalender erzählt.
Morgen
Ich stehe noch vor dem Weckerklingeln auf. Der Wecker ist zur Zeit auf fünf Uhr eingestellt.
Die Waage zeigt an, dass das Gewicht wieder ein wenig runter geht. Ich nehme mir mal wieder vor, mein Gewicht nicht mehr jeden Tag zu checken und doch lieber auf Nahrungsaufnahme und Bewegung zu vertrauen (ist schwierig).
Eigenes Leben
Ich übe, mein eigenes Leben zu leben und dies auch zu spüren. Es gelingt mir immer besser.
Energie
Morgens bin ich noch voller Energie. Die Stadt wird hell, denn die Sonne geht auf. Ihr Licht spiegelt sich in den Glasriesen. Der Anblick von Flixbussen weckt in mir eine irrationale Reiselust.
Doch im Laufe des Tages leert sich der innere Akku sehr, sehr schnell. Der Sozialkontakt ist wie eine geöffnete Schleuse, aus der meine Kraft aus mir heraus strömt.
Die meiste Zeit des Tages verbringe ich alleine in meinem Büro. Allerdings habe ich ja noch die Fortbildung via Videoschalte, die unerwartet viel Kommunikation erfordert. Dann fallen mir während der Lagebesprechung andauernd die Augen zu, bis ich dann doch wieder einmal Lachen.
In der Mittagspause gehe ich nach draußen und entgehe nur knapp einem sehr starken Hagelschauer.
Am Nachmittag noch zwei längere, zehrende Telefonate.
Feierabend um 16 Uhr. Fluchtartiger Fußweg zum Hauptbahnhof. Am Bahnsteig ein Bettler mit Geschichte, der sich nicht weg ignorieren lässt. Ich gebe aber nur Bettlern ohne Geschichte was.
Erzbischöfe
In Paderborn will man zwei nach Erzbischöfen benannte Straßen umbenennen. Einer von denen war Erzbischof, als ich Kind war und in den Gottesdiensten mussten wir damals “Johannes Joachim Degenhardt” in unsere Gebete mit einschließen.
Einfach nur widerlich.
Abend
Erschöpfter Abend. Ich schiebe ein paar Aufgaben, verblogge ein paar Tage und fasse einige angesammelte Netzfunde in einem Eintrag zusammen. Dann lege ich mich in die Wanne und danach geht es auch bald sehr früh ins Bett. Ich muss weiterhin viel Schlafen zur Zeit. Da ist viel innere Arbeit in mir zu leisten und die kostet unglaublich viel Kraft.
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