Kieselblog

Flusskiesels Tagebuch

2026-04-11 Samstag

Nacht

Etwas schwierige Nacht, da mich doch ein recht unangenehmer Muskelkater abwärts der Taille beschäftigt. Die zweite Ibuprofen des Tages hilft ein wenig.

Sonst immer wieder unterbrochener, aber erschöpfungsbedingt tiefer Schlaf.

Morgen

Ich bin schon vor dem Wecker um sieben Uhr wach. Der Muskelkater hält sich in Grenzen. Die Kombination aus einem warmen Wannenbad und Ibuprofen haben wohl Wirkung gezeigt. Allerdings bin ich nach dem Frühstück, bestehend aus Kraftfutter mit Honigmelone, wieder so müde, dass ich mich für eine halbe Stunde in den Schwingsessel setze. Irgendwann nicke ich weg und als ich wieder erwache, scheint die Sonne durch die Balkontür direkt auf mich und wärmt mich von oben bis unten. Das ist ein wundervolles Gefühl.

Ausflug nach Dortmund

Den Rest des neuen Lieblingskaffees kippe ich in den Thermobecher und mache mich auf den Weg zum Hauptbahnhof. Ich laufe durch einen sonnigen Frühlingsmorgen. Es ist schon fast zu schön, um wahr zu sein. Meine Erziehung („Das dicke Ende kommt noch!“, „Man weiß ja nie!“, „Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben!“, „Nicht übermütig werden!“) macht sich wieder bemerkbar, weil ich mich schon fast ein wenig über meine gute Stimmung schäme. Die Erkenntnis verschafft Freiraum: Der gute Anfang des Tages ist, natürlich, keine Garantie, dass nicht noch unangenehme Dinge passieren können, aber das sollte doch kein Grund sein, mich schon vorher schlecht zu fühlen.

Am Hauptbahnhof ist gegen halb zehn Uhr morgens viel los. Ich bekomme unerwartet den verspäteten RE1.

Kokerei Hansa

Die beste Ex-Frau von allen und ich treffen uns am Hauptbahnhof Dortmund und laufen erst einmal am Hafen vorbei zur Kokerei Hansa. Dort begucken wir Industriekultur, weil wir als Duisburger ja noch nicht genug Industriekultur gesehen haben.

Bald haben wir aber Hunger und wir gehen in den „Butterraum“ auf dem Gelände der Kokerei. Wir essen jeder eine „Stulle“ und die schmeckt uns hervorragend.

Danach noch einen weiten Weg zurück in die Innenstadt. Dort gibt es für mich noch einen ziemlich guten Filterkaffee bei „Neues Schwarz“. Der Kaffee ist zwar nicht von der Sorte, wie ich sie persönlich eher mag, aber sie hat eine angenehme Säure und dazu noch einen sehr feinen nussigen Geschmack. Ich denke ja: Einen ordentlichen Espresso kann man einfach durchschießen, aber beim Filterkaffee trennt sich die Spreu vom Weizen. „Neues Schwarz“ besteht meinen ganz persönlichen Test.

Die beste Ex-Frau und ich reden natürlich sehr viel und bringen uns gegenseitig auf den Stand.

Als ich wieder daheim bin, habe ich > 28.000 Schritte auf der Uhr und lege für den Rest des Tages die Füße hoch.

Warmer Regen

Daheim hänge ich am Rechner ab. Die Balkontür steht offen und es fällt warmer Regen. Die Luft ist voller warmem Regen. Es ist sehr schön.

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