Kieselblog

Flusskiesels Tagebuch

2026-04-17 Freitag

Nacht

Ganz ordentliche Nacht. Ich nehme gegen zwei Uhr morgens die Ohrenstöpsel raus, um dann um drei von einem Huster in der Entenwohnung geweckt zu werden.

Traum von der Doku

Mir träumt, ich sehe eine Tier-Doku. Erst kommt ein Pferd, dann ein Esel zum Wasserloch. Nun folgt ein Schwarzbär und zum Ende ein Grizzly.

Ich lasse mein iPad im elterlichen Garten, denn ich muss mal schnell auf die Toilette. Da sehe ich einen Mann mit einem Hund vom Feld auf das Grundstück zulaufen und schließe die Kellertür. Meine Angst ist groß, dass der Mann mein iPad stiehlt.

Leute kommen an und wollen essen, aber es ist nichts da. Ich muss mich anziehen, denn die Arbeit ruft. Alles ist durcheinander. Meine Wäsche ist ein großer Haufen.

Weg zur Arbeit

Ich vergesse tatsächlich meinen Morgenkaffee, weswegen ich aber auch bequem die S1 um 04:55 Uhr erwische. Die Straßen sind leer, aber auf dem Bahnsteig bin ich bei weitem nicht alleine. Es ist doch erstaunlich, wie viele Menschen um diese Uhrzeit schon irgendwo hinfahren.

In meinem Herzen wohnt wieder die Sehnsucht, aber die strebt von mir weg und ich soll mich doch um mein eigenes Leben kümmern. Traurigkeit breitet sich aus.

Arbeitstag

Im Büro bin ich nicht mehr ganz so müde und kaputt. Die kleinen Aufgaben gehen ganz gut von der Hand.

Der Kaffee ist stark und mächtig. Er lässt mir Flügel der Produktivität wachsen, mit denen ich aber leider nicht in den Sonnenuntergang fliegen kann.

Frühlingsrealität

Ich glaube, ich war mal wieder für eine gewisse Zeit weg vom Fenster. Als es ich selbiges öffne, um den Kniftengeruch aus meinem Büro zu vertreiben, erscheint mir der Frühling mit seiner klaren Luft und dem Vogelgezwitscher plötzlich so aggressiv nahe. Es wird alles zu viel. Zu viel Realität. Zu viel Leben. Zu viel Existenz. Die Ecken sind so hart. Der Stein ist so bröselig.

Field Writing: Mittagspause auf der Bierdurstbank

Spaziergang zum Medienhafen. Ich bin fasziniert von der Komplexität der menschlichen Gesellschaft. Zwei Dudes kommen mit einem Auto ans Hafenbecken gefahren. Sie sind von „der Stadt“ und gucken sich gemeinsam eine Treppe an. Dabei nicken sie. Dann fährt ein Auto vorbei. Es ist von einer Firma, die Brandschutz herstellt. Muss auch gemacht werden! Das alles brauchen wir, damit wir nicht die Treppen hinunterfallen oder im Ohrensessel verbrennen. Auf der Brücke lagern junge Menschen und essen Salat aus Tupperdosen. Wer würde sich um diese Aufgabe kümmern, wenn nicht sie? Hinter dem Hotelklotz rauchen die Servicekräfte und reden über ChatGPT als würde sich ein Traumprinz langsam als ein Model für eine Broschüre der Deutschen Leberstiftung entpuppen.

Heute lasse ich den Kopfhörer mal im Büro und höre die ganze Zeit Geklonker aus dem Hafen. Dann summt noch eine Klimaanlage. Schuhe quietschen. Die Vögel zwipen nur ganz leise. So ein Dröhnen kommt von weit her. So klingt also die Welt (wäre Musik nicht vielleicht doch besser?)!

Beim Tippen schaue ich runter und erschrecke mich, dass ich die Hände eines alten Mannes habe.

PS: Die Bank hier nenne ich „Bierdurstbank“, weil hier immer eine fast leere Flasche Bier steht. Da muss sich wohl einer regelmäßig am Nachmittag die Feierabendzigarette verherben.

Blogsysteme

Weiteres Herumspielen an Grav. Dabei ist mir Perplexity eine überraschend große Hilfe, da das Sprachmodell für mich die Dokumentationen, die Anleitungen für die Dokumentationen und die ganzen Foren durchsucht.

Natürlich macht Plexi auch mal Fehler, aber ich kenne ich mich ja schon ein ganz klein wenig aus und da merke ich dann doch zeitig, wenn das jeweilige Sprachmodell auf Abwege gerät.

Übrigens habe ich mir für mein Projekt einen sog. „Space“ bei Perplexity eingerichtet. Dort kann man Anweisungen für alle Chats innerhalb dieses „Raumes“ hinterlegen, sowie (auf Wunsch) auch Quellen verlinken und hochladen. Dort gibt es auch eine Text-Datei „Projektstand.md“, die ich von Plexi selber pflegen lasse. Wenn ich einen neuen Chat anfange, „weiß“ das Sprachmodell dann sofort, wo ich gerade stehe.

Nun überlege ich noch, wie ich ggfs. den Umzug gestalte. Mein bisheriges Favoriten-Szenario:

  1. Keine oder nur wenige Inhalte werden ins neue Blog übernommen.
  2. Das alte WP-Blog bleibt noch eine Weile hier stehen. Es gibt natürlich Links auf das neue Blog.
  3. Nach einer Zeit verwandele ich das WP-Blog in statische HTML-Seiten und verschiebe die auf einen neuen Server.
  4. Das Teil hier wird gelöscht, die Domain zieht dann irgendwann auch mal um.

Abend

Abends mal wieder total kaputt. Ich erledige noch ein paar notwendige Dinge (irgendwas mit Spülmaschine), dann schaue ich noch die Doku Bettie Page Reveals All zu Ende. Dann verschließe ich die Augen vor und für den Tag.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert