2022-09-20

Dienstag, 20.09.2022 – Scheinphilosoph

Nachtschlaf mit vielen Unterbrechungen. Mir träumte, ich müsse vor der Heimfahrt nach einem langen Urlaub noch Einkaufen. Mir fiel jedoch außer Schokolade nichts ein, was ich hätte kaufen können. Ich fand zwei teuer aussehende Uhren auf dem Boden und gab sie an der Information ab. Die Frau dort erklärte mir viele Dinge über Uhren.

Dann ging ich mit dem Thronfolger essen. Es gab für jeden eine Frühlingsrolle. Er saß seine fast ganz auf und ich freute mich.

Dann ging zurück ins Hotel, wo mich jemand überwältigte, fesselte und an die Decke hing. Es ging sicher um das hohe Preisgeld! Sollte ich jetzt die ganze Nacht hier hängen? Geschickt schwang ich mich auf einen Schrank und konnte mich so befreien. Ich verfolgte den Täter und rang mit ihm. Er gestand, dass er das Geld unbedingt für seine Firma brauche. Nach einem Blick auf die Narben an meinen Händen zog er ein Schälmesser und bedrohte mich. Ich warnte ihn davor, dies nicht zu tun, doch er fuchtelte weiter mit dem Messer vor mir herum. Also schnappte ich mir seine Messerhand und bog sie mit Hilfe meiner unglaublichen Kraft so sehr, dass er sich selbst in den Hals stach. Der Mann schrie wie am Spieß und blutete stark. Leute kamen rein und ich schämte mich, weil doch jetzt jeder denken musste, ich hätte den Mann umgebracht!

Also ging ich in den Keller, wo ich mich verlief. Skelette lagen auf dem Boden. Einige von ihnen standen auf und fragten mich, was los sei. Ich bereitete mich innerlich auf einen Kampf vor, blieb aber äußerlich freundlich und antwortete, dass ich den Weg nach oben nicht mehr finden könne. Da konnten mir die Knochenmänner auch nicht weiterhelfen und wünschten mir viel Glück.

Glück hatte ich, denn ich traf die Frau von O., welche gerade frisches Obst aus dem Keller nach oben holen wollte.

* * *

Um sechs Uhr weckte mich das WLAN-Radio mit sanfter Musik und ich stand auf. Es ist frisch geworden! Die Heizung lasse ich aber noch aus.

Eine Wespe hat sich in mein Wohnzimmer verirrt und findet nicht mehr nach draußen, weil es dort noch dunkel ist. Also schließe ich Fenster und Türen und warte auf den Anbruch des Tages, dann scheuche ich das Tier nach draußen.

* * *

Zur Zeit diskutiere ich mit einem Freund über den (in meinen Augen) Schein-Philosophen Precht. Ich halte den Mann für einen eitlen Fatzke und Eitelkeit ist für mich das Gegenteil von Philosophie.

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Am Nachmittag steigt die Herbstmelancholie in mir auf. Die bekomme ich jedes Jahr und streng genommen hält sie sich bis zum Frühling. Es handelt sich nicht um eine Depression, sondern um eine besondere Form von Gefühligkeit, angefüllt mir Weltschmerz und Sehnsucht.

Ein Teil von mir fürchtet sich vor ihr, ein anderer Teil freut sich auf sie.

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Die Melancholie weicht, als ich ich die Küche entmülle. Danach bin ich ganz schön erschöpft, aber froh und glücklich.

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Ich ärgere mich, als ich von einem Freund eine 2:37-minütige Sprachnachricht bekomme. Ich beschließe, ab sofort keine Sprachnachrichten mehr anzuhören und tue dies entsprechend kund.

Bin kurz davor, die App ganz zu löschen.

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Zeitig zu Bett.