2023-01-12

Donnerstag, 12.01.2023 – Urlaub auf Sylt, Tag 6

Die Nacht

Der Schlaf war weiterhin zerstückelt, aber wesentlich tiefer als in den letzten Nächten.

Mir träumte, ich wäre an einer großen Schule und der Unterricht würde bald anfangen. Ich suchte mir einen Platz in einem riesigen Hörsaal, doch der einzige, der frei war, war total zugemüllt. Ich räumte alles in einen Karton, jedoch stellte ich beim Zuschnüren fest, dass Teile davon mit Kot beschmiert waren und nun auch meine Hände schmutzig wurden. Voller Ekel stellte ich den Karton an die Seite und machte mich eilig auf die Suche nach einem Waschbecken. Ich fand eines in einem Bad. Während ich mir die Hände wusch, stand neben mir mein alter Kumpel F.B. Er trug einen bunten Schlafanzug und putzte sich die Zähne. Dann erzählte er mir von seiner Arbeit (er arbeitet bei der Deutschen Rentenversicherung): Er habe kaum noch freie Zeit, selbst am Samstag würde sich das neue Programm CITRUS auf seinem Dienst-Laptop melden. Als er sich darüber bei seinen Vorgesetzten beschwert hatte, hatte man ihm gesagt, seine Haltung sei lebensfern und man könne ihm ja sonst nur ganz spezielle Fälle zuweisen. Ich empfand das als sehr ungerecht.

Auf dem Rückweg zu meinem Platz ging die neben mir eine Frau, die mir bekannt vorkam. Sie nahm mich bei der Hand und ich erkannte sie wieder:

Schon seit einiger Zeit forderte ich immer wieder telefonisch für meinen Freund J. bei einer Buchhandlung ein Buchpaket an, immer bei der selben, freundlichen Mitarbeiterin. Irgendwann hatte ich diese Mitarbeiterin dann persönlich kennengelernt und wir waren zusammen eine Runde auf einem sehr dicken Seil geritten. Da stand sie nun neben mir: Doro!
Sie lächelte mich an. ,,Wenn Dir unser Ritt auf dem sehr dicken Seil gefallen hat, können wir uns ja gerne noch mal treffen!‘’ sagte sie und ich freute mich sehr. ,,Gerne!‘’ antwortete ich ,,Wir können ja gleich mal unsere Kalender nebeneinander halten und einen Termin suchen!‘’ Sie nickte und ihr Gesicht strahlte. Ich strahlte auch: Diese Frau hatte (im Gegensatz zu einer ganz bestimmten anderen) wenigstens einen Kalender!

Als wir wieder am Platz waren, kam der Lehrer herein. Es handelte sich um meinen Therapeuten Dr. E. Er setzte sich ans Pult, jedoch strömten noch immer viele Menschen in den Saal. Es war ein großes Gemurmel und Stuhlgerücke. Dr. E. jedoch schaute nur freundlich und sagte nichts. Da bemerkte ich, dass ich noch ganz dringend aufs Klo musste und lief hinaus. Mir kamen ein Spielmannszug und einen große Gruppe alter Menschen entgegen, die sich alle beeilten, noch rechtzeitig zum Unterricht zu kommen.

Ich suchte panisch nach einer Toilette. Die erste, die ich fand, war für weibliche Reinigungskräfte reserviert. Die andere Toilette war inmitten eines Festes und eine Baustelle. Doch der Druck meiner Blasse ließ mir keine andere Wahl: Ich machte meine Hose auf … und wachte mit großem Harndrang auf.

Der Tag

Heute bleibe ich etwas länger liegen, denn Regen klopft an die Scheiben meiner Ferienwohnung. Auch bin ich von den letzten Tagen doch (körperlich) sehr erschöpft. Ich haue die letzten verbliebenen Eier aus dem Kühlschrank in die Pfanne und koche Kaffee. Dann frühstücke und blogge ich erst einmal in Ruhe.

Während eines Ganges durch die Stadt beginnt es hässlich zu regnen. Das schlechter werdende Wetter treibt mich in die Ferienwohnung zurück und das ist auch gut so, denn ich muss ich ausruhen.

Mittags lege ich mich für ein Schläfchen hin und das tut gut. Als ich die Augen wieder öffne, ist der Himmel wieder blau.

Ein kleiner Spaziergang über die Promenade. Während der Ausruhpausen führe ich eine Liste mit roten Fahnen in Bezug auf die Wunderschöne. Es werden zwei Seiten in meinem Notizbuch voll. Ich erkenne immer mehr Parallelen zu einer für mich giftigen Person, die ich vor Jahren mal traf.

Ich kehre im ,,Sunset Beach‘’ ein und schreibe noch ein paar Postkarten. Die Musik gefällt mir und überall hängen Windsurfingmeisterschaftsplakate. Einige davon hat die Firma Labello gesponsert und mir gefällt die Vorstellung, dass die Windsurferinnen und Windsurfer nach ihren Wettkämpfen zu einem Labello-Stand gehen und sich erst einmal die rissigen Lippen eincremen.

Bilder

Ein hübsches Seenotrettungsbötchen!
Die ,,Musikmuschel“ von Westerland.

2 Kommentare

  1. Guten Tag

    Die Bedeutung die Sie dem Traum geben, mit ihren Urteil mit dem Sie „Einsicht“ gewonnen haben; ohne den Therapeuten nach seinem Befund zu fragen. Ich denke, ein Traum fordert den ganzen Menschen heraus.

    1. Nun, ich denke nicht, dass ich einen Therapeuten wegen meiner Träume fragen muss. Ich glaube auch nicht, dass man Träume deuten kann (höchsten kann man das selber), da die darin vorkommenden Assoziationen doch sehr persönlich und individuell sind. Ich selbst interpretiere meine Träume nicht, sondern schreibe sie einfach nur auf.

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